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Wohnraum altersgerecht gestalten: Damit das Zuhause nicht zur Stolperfalle wird

Wenn es darum geht, den Wohnraum altersgerecht zu gestalten, können kleine Maßnahmen schon große Wirkung zeigen. Oft reichen schon ein paar gezielte Veränderungen, um die Wohnung den Anforderungen des Alters anzupassen. Aus kostspielige Umbauten oder komplette Veränderungen des Grundrisses kann dann oft verzichtet werden.

Zuallererst gilt es, alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen und so ein barrierefreies Zuhause zu schaffen. Damit sollte man auf keinen Fall warten, bis der erst Unfall passiert ist. 'Eine barrierefreie Wohnung ist immer gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Unfallprävention', so Volker Grosinski, Bauingenieur und Wohnberater beim Verein Barrierefrei leben.

Der erste Schritt zu einer altersgerechten Wohnung ist meist der Blick auf den Fußboden. 'Typische Stolperfallen sind beispielsweise Teppiche, Läufer und Fransen. Sie müssen entfernt, festgeklebt oder notfalls durch eine Anti-Rutschmatte fixiert werden', erklärt Martin Schieron, Pflegewissenschaftler bei der Unfallkasse NRW. Gummimatten mit Saugnäpfen verhindern außerdem das Ausrutschen in der Dusche oder der Wanne.

Auch Elektrokabel können zu Stolperfallen werden. Wenn es darum geht, Wohnraum altersgerecht zu gestalten, sollten sie daher umter Laufschienen an der Wand entlang geführt werden. Ein größeres Problem in der Wohnung fürs Alter stellen auf jeden Fall Schwellen und Stufen dar. Hier kann es helfen, die Stufen mit Teppich zu bekleben, um Ausrutschen zu verhindern. Außerdem sollte man Türschwellen sowie die oberste und unterste Treppenstufe mit unterschiedlichen Farben markieren, so dass sie sich besser erkennen lassen.

Auch bei der Einrichtung der Wohnung selbst lässt sich einiges machen, um den Wohnraum altersgerecht zu gestalten. So sollte man zum einen unnötige Möbel entfernen, um mehr Bewegungsraum zu haben. Zum anderen sollten an bestimmten Stellen in der Wohnung zusätzliche Sitzgelegenheiten geschaffen werden. Im Flur verringert eine Sitzgelegenheit das Unfallrisiko beim Schuhe ausziehen, auf dem Treppenabsatz bietet sie die Möglichkeit zum Ausruhen und am Arbeitsplatz in der Küche eine stabile Basis.

Quelle: n-tv.de, familien-wegweiser.de
Bild: hopfengarten, Selmer van Alten (Flickr)

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