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Wohnen Generation 60plus: Senioren-WG's werden immer beliebter

"Ich, rüstiger Rentner, 65 Jahre alt, alleinstehend, suche nette Wohngemeinschaft in gepflegter Umgebung." Solche und so ähnliche Anzeigen kann man immer häufiger auf speziellen Seiten im Internet finden. Senioren-WGs sind im Kommen, da sie eine attraktive Alternative zum Alleinleben und Vereinsamen im Alter darstellen!

In der heutigen Zeit führen immer mehr Senioren ein sehr aktives Leben: Hobbys, Reisen, und Weiterbildung stehen auf der Tagesordnung vieler junggebliebener Rentner. Die Meisten von ihnen wollen ihren Lebensabend mit Gleichaltrigen verbringen, vor allem, wenn sie nicht mehr die Möglichkeit haben, in den Familien der eigenen Kinder oder mit dem Partner zusammen alt zu werden. Außerdem planen nur ganze 13% aller Deutschen, im Alter in einem Alten- oder Pflegeheim zu leben.

Die Senioren-WG stellt da eine perfekte Alternative zum Alleineleben im anonymen Wohnumfeld dar. Das Wohnen in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten hält jung und aktiv. Gemeinsame Ausflüge und Aktivitäten können genauso gut angegangen werden, wie der persönliche Rückzug.

Denn die Wohngemeinschaft 60plus hat natürlich nur bedingt Ähnlichkeit mit den altbekannten WGs der Studienjahre: Hier teilen sich mehrere Senioren ein ganzes Haus, und nicht nur eine einzige Wohnung. Jeder Bewohner hat seine eigenen vier Wände zur Verfügung. Zusätzlich gibt es im Haus zumeist einen Gemeinschaftsraum, eine große Küche oder sogar ein Garten, wo sich die Bewohner zum alltäglichen Kaffeekränzchen oder gemütlichen Plausch treffen können.

Eine Vorbild-WG für junge Alte ist die vom Bundesfamilienministerium ausgezeichnete Senioren-WG "Olga - Oldies leben gemeinsam aktiv" in Nürnberg. Hier leben elf Frauen zwischen Mitte 50 und Mitte 60 in einer großen Hausgemeinschaft zusammen. Jeder Bewohnerin steht eine eigene Eineinhalb- bis Zwei-Zimmer-Wohnung zur Verfügung. Außerdem verfügt das Gebäude über eine Gemeinschaftswohnung mit Zugang zum Garten. Die Damen haben es sich gemeinsam zum Ziel gemacht, so lange wie möglich von professioneller Hilfe unabhängig zu bleiben - deshalb bilden sie sich schon jetzt eigens im Bereich "Pflege" fort!

Quelle: immowelt.de, s-wie-senioren.de
Bild: JoshBerglund (Flickr)

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