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Wissenswertes für Hobbygärtner: Gartenteichanlegung

Ein Teich ist für viele Hobbygärtner und Naturfreunde ein Muss im eigenen Garten. Ob naturbelassener Teich, ein Teich mit Fischen und Fröschen, ein Teich mit plätschernden Wasserspielen oder ein reiner Koi-Fischteich: Hier sind dem Teichliebhaber keine Grenzen gesetzt!

Generell sollte ein Teich nicht in unmittelbarer Nähe von großen Bäumen angelegt werden, da ihm Blätter und Wurzeln schaden können. Doch auch mehr als 6 Stunden Sonne täglich sollte der Teich nicht ausgesetzt sein, um einem erhöhten Algenwachstum vorzubeugen.

Als Teich-Einsteiger sollte man sich zu Beginn wohl erst für einen Naturteich entscheiden. Das mindestens 15 Quadratmeter große Gewässer ist kinderleicht zu pflegen, denn die Pflanzen können in ihm wachsen und gedeihen, wie sie wollen. Je größer der Teich ist, desto leichter lässt sich sein ökologisches Gleichgewicht beibehalten, und desto einfacher ist die Pflege, um ein perfektes Lebensumfeld für Tiere und Pflanzen zu schaffen.

Wer seinen Gartenteich selbst anlegen möchte, der sollte sich zunächst zwischen einem Folienteich oder einem Fertigbecken entscheiden. Meistens sind die Fertigbecken eher auf ein kleines Maß beschränkt und zugleich preisintensiver. Der Folienteich ist außerdem viel flexibler in der freien Formgestaltung. Vor allem PVC Folie lässt sich sehr leicht verarbeiten und legt sich bei warmer Witterung fast wie von selbst in die ausgehobene Teichgrube.

Die Anlegung eines Folienteiches erfordert nicht allzu viel handwerkliches Geschick: Zunächst wird die gewünschte Form mittels einer Schnur oder Sand auf dem Untergrund markiert. Dann wird die Teichgrube auf mindestens 80 Zentimeter ausgehoben, und die Sumpf-, Flachwasser- und Tiefenwasserzone modelliert. Ein Teil des Aushubs kann als Wall für einen späteren Bachlauf aufgeschüttet werden. Mit Hilfe einer Messlatte und Wasserwaage wird die gleiche Höhe der Teichränder ermittelt. Um die Folie später zu befestigen, empfiehlt es sich, noch einen kleinen Graben rund um die Grube auszuheben.

Zum Schutz der Folie wird eine 10 Zentimeter dicke Sandschicht aufgetragen und die Teichgrube mit einem verrottungsbeständigen Vlies ausgelegt. Dann wird die vorher in der Sonne aufgewärmte Folie ausgelegt und ein Rand von 60 Zentimetern gelassen, der in dem ausgehobenen Graben verborgen wird.

Der Teichgrund wird nun mit Kies bedeckt und Teicherde für die Pflanzen aufgeschüttet. Hier sollte im keinen Fall Torf oder Humus verwendet werden. Pflanzkörbe und Ufermatten vereinfachen das Setzen der zarten Wasserpflänzchen.

Zu guter Letzt sollten Fischliebhaber eine Außenfilteranlage mit Pumpe und UVC-Klärer in die Teichanlegung einplanen, da sie Schmutzteilchen und Algen entfernt und die Wasserqualität entschieden verbessert. So werden sich die schuppigen Freunde in ihrer neuen Umgebung auch richtig pudelwohl fühlen.

Quelle: mdr.de, obi.de
Bild: Kurt Michel (Pixelio)

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