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Die Macht der Vermieter bei Eigenbedarf

Jeden Mieter einer privaten Wohnung kann eine Kündigung wegen Eigenbedarfs des Vermieters ins Haus flattern. Die Tatsache ist ärgerlich, aber ein Mietrecht für den Mieter gegen Eigenbedarf gibt es nicht.

Im Kündigungsschreiben des Vermieters muss genau aufgeführt sein, wie der Vermieter die Wohnung nun eigens nutzen wird. Sollte dies im Schreiben nicht eindeutig verfasst sein ist die Kündigung eigentlich ungültig und anfechtbar. Doch mit dem Einschalten eines Anwalts sollte man zu diesem Zeitpunkt vorsichtig sein, denn auch wenn der Anwalt die ungültige Kündigung anfechtet, so kann der Vermieter daraufhin einfach eine neue vollständige Kündigung verfassen und vorlegen und man hat nichts erreicht und den Vermieter womöglich nur verärgert.

Daher ist es empfehlenswert nach Eingang einer solchen Wohnungskündigung erst einmal persönlich Kontakt mit dem Vermieter aufzunehmen, um herauszuhören, was er genau mit der Wohnung plant. Wenn aus diesem Telefonat deutlich wird, dass er die Wohnung selbst nutzen wird, so hat man leider als Mieter keinerlei Rechte.

Der Anwalt würde für das gleiche Ergebnis sicher einen höheren dreistelligen Betrag in Rechnung stellen, den keiner übernehmen wird. Da man für die bevorstehende Wohnungssuche und den Umzug sicher jeden Euro gut gebrauchen kann, ist von einer Kontaktaufnahme mit einem Anwalt in einer solchen Situation abzuraten.

Quelle: news.immobilo.de
Bild: Thorben Wengert (Pixelio)

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