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Wintergrillen: So macht man es richtig

Die Witterung wird immer strenger, wer aber trotzdem nicht auf seine Gewohnheiten aus dem Sommer verzichten möchte, der kann nun zum Wintergrillen übergehen. Das bedeutet, dass man Fleisch oder Würstchen über einer offenen Feuerstelle in freier Wildbahn (oder im Garten) brutzelt. Doch um so ein Feuer zu entfachen, bedarf es ein wenig Geschick und Gespür für das richtige Holz. Wir zeigen, wie so ein Lagerfeuer aufgebaut wird.

Vorweg muss aber gesagt werden, dass es verboten ist, im Wald ein offenes Feuer zu entfachen. Selbst auf ausgewiesenen Grillplätzen muss dafür zunächst eine Genehmigung vom Forstamt eingeholt werden. Lediglich auf seinem eigenen Privatgrundstück kann man machen, was man will. Wohnt man zur Miete, muss der Grundstücksbesitzer seine Einverständniserklärung für das Wintergrillen geben.

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Trockenes, totes Holz im Wald sammeln

Feuer an sich ist ja schon ein Ereignis. Der Survival-Experte Gero Wever meint: "Die Flammen sichern das Überleben, sie vermitteln Sicherheit. Habe ich Feuer, habe ich einen Freund." Der Freund kann zwar auch ziemlich gefährlich werden, wenn er nicht mehr kontrollierbar ist, aber um das zu vermeiden, haben wir einige Punkte zusammengefasst, die man beim Wintergrillen beachten sollte.

Zunächst muss ein geeigneter Platz für das offene Feuer gefunden werden. Die Stelle sollte windgeschützt sein, dazu darf der Boden nicht zu nass sein. Der Wind würde das Feuer nur stören und so kann ein wärmendes Glutbett entstehen. Außerdem ist es sehr wichtig, dass man nicht kilometerweit laufen muss, um Holz zu finden. Optional kann man natürlich sein Feuerholz schon mitbringen, aber wer es im Wald suchen will sollte einiges beachten. Nur auf dem Boden liegendes, totes Holz brennt gut. Niemals sollten Äste von Bäumen abgebrochen werden. Damit schützt man nicht nur die Natur, sondern vermeidet auch, dass die Feuerstelle nicht brennt. Denn lebendiges Holz ist feucht, totes Holz ist trocken. Lassen sich Äste biegen, brennen sie nicht gut, kann man sie durchbrechen, brennen sie gut.

Bratwurst und Glühwein

Als Zunder können Taschentucher oder auch Baumrinde helfen. Tannenzapfen sind dafür auch geeignet, es muss allerdings auch alles trocken sein. Die Feuerstelle sollte nicht allzu groß gebaut werden. Der Zunder kommt in die Mitte, drum herum baut man die Holzscheite wie ein Tippi auf. Dann kann sich das Feuer gut nach oben ausbreiten. Mit einem Feuerstahl, den man in jedem Outdoor-Laden bekommt, zündet man das Lagefeuer dann ein. Streichhölzer würden ausgehen, bevor man genug Flammen entfachen konnte.

Nun kann man sich überlegen, welches Fleisch man grillen möchte. Am besten sind Bratwürste. Sie lassen sich sehr gut transportieren und können aufgespießt und über das offene Feuer gehalten werden. Fehlen jetzt nur noch die richtigen Getränke dazu. Bier eignet sich immer, aber zur kühlen Jahreszeit muss noch etwas warmes her. Also sollte man zum Wintergrillen auch noch Glühwein reichen.

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