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Wie können Hausbesitzer zur Werterhaltung ihres Hauses beitragen?

Hausbesitzer wissen, dass die Arbeiten am Haus mit dem Verputzen des Neubaus längst nicht abgeschlossen sind. Denn um die Werterhaltung des Hauses zu gewährleisten und seine Lebensdauer zu erhöhen, sind regelmäßige Wartung, Instandhaltung und Erneuerung seiner Bauteile und technischen Einrichtungen von großer Bedeutung.

Im Allgemeinen rechnet man, dass die Lebensdauer eines konventionellen Einfamilienhauses unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten zwischen 80 und 100 Jahren beträgt. Doch nicht alle Bestandteile des Hauses haben die gleiche Lebenserwartung, daher müssen im Laufe der Jahre verschiedene Bauteile wie Fenster, Wasserleitungen oder Heizkessel aus Altersgründen ausgetauscht werden.

Um die Werterhaltung eines nagelneuen Hauses zu sichern, ist es unerlässlich in den vorgeschriebenen Intervallen Wartungen, Inspektionen und Instandsetzungsmaßnahmen durchzuführen. Außerdem empfiehlt es sich, den Zustand des Hauses regelmäßig zu kontrollieren, um eventuelle Schäden möglichst früh zu erkennen. Vor allem nach Stürmen oder längeren Regenperioden sollten Hausbesitzer einen Rundgang um ihr Haus machen, um sich zu vergewissern, dass alles in bestem Zustand ist.

Was die Wartung des Hauses angeht, so müssen bestimmte Anlagen aus Sicherheitsgründen regelmäßig vom Fachmann gewartet werden. Dazu gehören Gas- oder Ölbrenner, aber auch Lüftungsanlagen, Aufzüge und Brandmelder. Wartungsbedürftige Anlagen dagegen sind beispielsweise Brauchwasseranlagen, Flachdächer oder Wärmezähler. Neben der regelmäßigen Wartung und Inspektion können Hausbesitzer auch durch die richtige Pflege und Reinigung besonders belasteter Flächen im Haus zur Werterhaltung beitragen.

Da es keine gesetzlichen Auflagen für den Instandhaltungsaufwand von Eigenheimen gibt, ist der Hausbesitzer selbst für den Zustand und Werterhalt seines Eigenheims verantwortlich. Allerdings ist er bei einer Fremdfinanzierung per Darlehensvertrag dem Finanzierungsinstitut gegenüber verpflichtet, das Haus in entsprechendem Zustand zu halten. Prinzipiell lassen sich die jährlichen Reparatur- und Instandhaltungskosten wegen der unterschiedlichen Instandhaltungsintervalle nicht gleichbleibend kalkulieren. Um die entstehenden Kosten für die Werterhaltung des Hauses über die Jahre hinweg zu schultern, empfiehlt es sich, nacheinander mehrere befristete Sparverträge mit unterschiedlichen monatlichen Sparsummen abzuschließen.

Ist beim Eigenheimen der Hausbesitzer selbst für die Werterhaltung seines Hauses verantwortlich, so wird bei Eigentumswohnungen die Instandhaltung des gemeinschaftlichen Besitzes durch das Wohnungseigentumsgesetz vorgeschrieben. Dabei wir der Hausverwalter dazu angehalten, aus regelmäßigen Zahlungen der Eigentümer Rücklagen für Wartung und Instandhaltung zu bilden, oder im Bedarfsfall durch Sonderumlagen direkt einzufordern. Wie Christoph Kothbauer von der Onlinehausverwaltung betont, geht es bei der Instandhaltung von Mietshäusern neben Aspekten der Werterhaltung und Wertsteigerung auch noch um die Haftungsfrage. Denn kommt es aufgrund veralteter Anlagen zu einem Unfall, kann die Hausverwaltung zur Verantwortung gezogen werden und letztlich sogar vor Gericht landen.

Quelle: diepresse.com, immobilienscout24.de
Bild: risahaus, Town & Country Haus (Flickr)

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