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Wider die Teuerung: Gaskosten senken

Man shoppt günstig bei Amazon, kauft im Discounter, wälzt Prospekte: Angesichts der Inflationsrate, die zuletzt vor allem durch den Kostenanstieg für Lebensmittel wie Obst und Gemüse in die Höhe schnellte, werden immer mehr Deutsche zu eingefleischten Sparfüchsen. Doch bei vielen bleiben dunkle Flecken auf dem Radar, gerade in dem Gebiet, über das am meisten geredet, geschimpft und diskutiert wird: dem Energiesektor.

Ist Geld sparen zu unbequem?

Von etwa 19 Millionen Haushalten, die mit Gas heizen, sind bisher nicht einmal 10 Prozent zu einem günstigeren Anbieter gewechselt. Viele haben immerhin den Schritt aus der Grundversorgung geschafft – in einen günstigeren Tarif des Regionalversorgers, der in den meisten Fällen längst nicht im unteren Preissegment liegt.

Dabei ist die Suche nach einem günstigen Tarif für Gas (oder auch Strom) kaum aufwendiger als der Vergleich der Lebensmittelpreise. Im Internet bieten Verbraucherportale kostenlose Preisrechner an, mit denen schnell der günstigste Tarif für den eigenen Bedarf ermittelt ist. Alles, was man dafür braucht, sind die eigene Postleitzahl und der jährliche Gasverbrauch in kWh. Wer die letzte Gasrechnung hervorgekramt hat, ist also schon fast am Ziel. Daten eingegeben, Angebote verglichen, das Beste ausgewählt: So einfach ist das. Klar sollte man Sorgfalt walten lassen, wenn man sich die Vertragsbestimmung anschaut. Bei guten Vergleichsseiten werden die übersichtlich aufgelistet und in verständlichen Worten erklärt. Und wer nach der Pleite von TelDaFax wenig Zutrauen zu günstigen Versorgern hat, lässt die Finger vom Vertrag mit Vorkasse und ist so finanziell auf der sicheren Seite.

Mindestvertragslaufzeit und Kündigungsfristen beachten

Der neu gewählte Gasanbieter braucht durchschnittlich sechs bis acht Wochen, um die Versorgung in die Wege zu leiten. Er besorgt auch die Kündigung des alten Lieferanten. Aktiv werden und selbst den alten Anbieter kündigen sollte man jedoch, wenn dieser kurzfristig ein Sonderkündigungsrecht einräumt. Das geschieht eigentlich nur im Zuge einer Preiserhöhung und ist üblicherweise auf 14 Tage begrenzt, es heißt also, schnell sein. Angst, dass das Gas ausbleibt, muss niemand haben: Ist die Kündigung schneller vollzogen als der neue Gasanbieter startbereit, fällt der Kunde für die Zwischenzeit in die Grundversorgung zurück. Dem neuen Gasanbieter sollte man übrigens unbedingt mitteilen, dass man schon selbst den alten Vertrag gekündigt hat. Gleiches funktioniert natürlich auch beim Strom.

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