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Wenn Mieter nicht zahlen: Kündigung wegen Mietrückständen

Durch den Mietvertrag sind Mieter dazu verpflichtet, pünktlich ihre Miete zu zahlen. In den meisten Fällen, tun sie das auch, doch was passiert, wenn der Mieter beispielsweise durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit in finanzielle Not gerät und seine Miete nicht zahlen kann? Hier regelt das Mietrecht ganz klar: Wenn Mieter nicht zahlen, müssen sie mit der Kündigung rechnen.

Das Mietrecht sieht vor, dass Vermieter ihren Mietern kündigen können, wenn diese entweder für zwei aufeinander folgende Termine die Miete nicht zahlen, oder mit mehr als einer Monatsmiete in Verzug sind, oder wenn sie in einem längeren Zeitraum zwei Monatsmieten schuldig bleiben. Wenn Mieter nicht zahlen, können Vermieter fristgerecht oder fristlos kündigen. Im Normalfall wird aber zuerst eine Mahnung ausgesprochen. Auch eine Klage vor Gericht ist möglich, doch wie Kai Warnecke von der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund erklärt, sei damit meist ein jahrelanger Prozess verbunden, an dessen Ende der Vermieter nur dann sein Geld sieht, wenn der Mieter noch zahlungsfähig ist.

Die fristlose oder fristgerechte Kündigung wegen Mietrückstand ist da meist der einfachere Weg. Hier gilt zu beachten, dass die fristlose Kündigung hinfällig wird, wenn der Mietrückstand bis spätestens zwei Monate nach Zustellung der Räumungsklage bis auf den letzten Cent ausgeglichen ist. Wie Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund erklärt, sei das allerdings keine Dauerlösung: 'Diese Heilungschance gibt es nur einmal innerhalb der zwei Jahre.'

Während die fristlose Kündigung durch eine vollständige Zahlung noch einmal abgewendet werden kann, bleibt die fristgerechte Kündigung in jedem Fall bestehen. Vermieter, die auf Nummer sicher gehen wollen, wenn Mieter nicht zahlen, können beide Kündigungen gleichzeitig aussprechen.

Quelle: n-tv.de, focus.de
Bild: Peter Kirchhoff (Pixelio), drumecho (Flickr)

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