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Weltwassertag 2014: Wasser und Energie

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Unter dem Motto "Wasser und Energie" widmet sich der diesjährige Weltwassertag 2014 den großen Themen der Zusammenhänge zwischen diesen "Komplexen": Einerseits ist Energie nötig, um Wasser dahin zu bringen, wo es benötigt wird, andererseits wird Wasser oft benötigt, um Energie zu speichern oder herzustellen. Wie dieses Wechselspiel funktioniert und an welchen Stellen die Menschheit noch etwas zu tun hat, darauf macht der Tag des Wassers aufmerksam.

Zum Beispiel mit Mythen zum Thema Wasserverbrauch in Deutschland: Die laufen im Wesentlichen darauf hinaus, dass es gar keinen Sinn mache in Deutschland Wasser zu sparen – immerhin sei sowieso genug da, man helfe niemandem in wasserarmen Gebieten mit dem Sparen in Deutschland und – ein immer wieder auftauchendes urbanes Märchen – die Abwasserleitungen würden darunter leiden, wenn nicht genügend Wasser durch fließt.

Der letzte Teil ist einfach nicht wahr, weil der erhöhte Wasserdurchfluss durch das Baden von vielleicht 100 l im Vergleich zu einem heftigen Regenguss nicht viel ausmacht.

Außerdem geht es beim Wassersparen immer auch und vor allem darum, Energie zu sparen: Die Wassermassen, die durch unsere Leitungen fließen, müssen zunächst zu ihrem Ziel gepumpt werden und dann, bevor sie wieder verwendet werden können, auch noch gründlich gereinigt werden. Warmes Wasser verbraucht dazu besonders viel Energie, weil es eben noch erhitzt werden muss.

Neben diesen Überfluss-Problemen in Deutschland ist natürlich auch immer noch die Wasserversorgung in vielen Teilen der Welt ein Problem: Dort hat eben nicht jeder Zugang zu sauberem Trinkwasser und viele Menschen sterben an für uns so absurden Erkrankungen wie Durchfall oder weil sie in der Nähe eines dreckigen Gewässers verdursten. Der jährliche Weltwassertag soll darauf aufmerksam machen.

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