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Wasserrecycling: Grauwasseranlagen helfen Wasser sparen

Jeden Tag verbraucht ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 127 Liter Trinkwasser. Wer Wasser sparen will, ohne den Verbrauch zu senken, für den bietet Wasserrecycling die Lösung. Denn gering verschmutztes Wasser vom Duschen, Baden oder Händewaschen kann ganz einfach gereinigt und wieder verwendet werden.

50 Prozent des durchschnittlichen Wasserverbrauchs in deutschen Haushalten besteht aus leicht verschmutztem Dusch- und Badewasser. Hier bietet sich eine tolle Möglichkeit zum Wasser sparen: 'Dieses gering verschmutzte, häusliche Abwasser - sogenanntes Grauwasser - kann im Haushalt wiederverwendet werden', erklärt Erwin Nolde von der Fachvereinigung Betriebs- und Regenwassernutzung (fbr) in Darmstadt. Für den Verbraucher ergibt sich durch das Wasserrecycling der Vorteil, dass er nur einmal für Wasser und Abwasser bezahlen muss, das Frischwasser aber doppelt nutzen kann.

Für das Wasserrecycling braucht man Grauwasseranlagen. An diese Aufbereitungsanlage können die Abwasserrohre von Dusche, Waschbecken und Waschmaschine angeschlossen werden, so dass das Abwasser dort aufbereitet und zwischengespeichert wird.

Franz-Josef Heinrichs vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima ist von der Qualität des recycelten Wassers überzeugt: 'Ohne hygienisches Risiko kann das recycelte Wasser für die Toilettenspülung, zur Gartenbewässerung und zum Putzen verwendet werden.' So garantieren die Hersteller von Grauwasseranlagen in der Regel eine Wasserqualität, die sich an der EU-Richtlinie für Badegewässer orientiere.

Besonders, wenn man bedenkt, dass als Folge des Klimawandels in einigen Regionen Deutschlands das Wasser immer knapper werden könnte, lohnt es sich, über Wasserrecycling nachzudenken. Zwar erscheinen die Installationskosten für eine Grauwasseranlage mit 5000 bis 6000 Euro für eine kleine Anlage mit einer Aufbereitungskapazität von etwa 600 Litern am Tag, recht hoch. Doch schließlich hilft die Anlage dabei, die Wasserkosten erheblich zu senken, so dass sich die Kosten schon nach etwa acht Jahren amortisieren können.

Quelle: n-tv.de, baulinks.de
Bild: Owen's (Flickr)

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