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Wasser sparen und die Umwelt schonen: Regenwassernutzung im Haushalt

Jeder Bürger verbraucht in Deutschland durchschnittlich 127 Liter Trinkwasser am Tag. Allein schon 40 Liter davon werden für die Toilette verbraucht. Eine Riesenverschwendung von Trinkwasser, vor allem, wenn man die Gartenbewässerung noch hinzurechnet.

Steigende Trinkwasserkosten und das Bewusstsein der Kostbarkeit des nassen Guts haben in den letzten Jahren zur Einführung von Anlagen zur Regenwassernutzung in vielen Haushalten und insbesondere bei Neubauten beigetragen.

Die Anlage funktioniert über ein Leitungsnetz, durch das das vom Dach abfließende Regenwasser über einen Filter in den Regenwasserspeicher geleitet wird. Im Haus wird für eine solche Zisterne zumeist ein Kunststofftank aus Polyethylen verwendet. Bei einem unterirdischen Einbau im Garten können sowohl Kunststoff als auch Zisternen aus Beton verwendet werden. In regenreichen Zeiten muss dafür gesorgt werden, dass der Wassertank einen Anschluss an das Kanalsystem oder zur Versickerungsmulde aufweist, um das Überlaufen zu vermeiden.

Aber was passiert in regenarmen Zeiten? Keine Sorge - damit man nicht auf dem Trockenen sitzen bleibt, wird durch eine automatische Füllstandserfassung die Wasserversorgung bei leerem Speicher durch die automatische Einspeisung von Trinkwasser sichergestellt. Die ideale Zisternengröße ist abhängig von der Spannbreite der Dachfläche und von der notwendigen Wassermenge pro Tag.

Neben dem Einsatz für die Gartenbewässerung und Toilettenspülung ist das gespeicherte Regenwasser sogar auch zum Wäschewaschen perfekt nutzbar. Da Regenwasser sehr weiches Wasser ist, wird die Waschmaschine durch deutlich geringere Kalkablagerungen geschont, und es kann Waschmittel eingespart werden. Regenwasseraufbereitung verbindet also gekonnt umweltschonendes Handeln mit einem kostensparenden Umgang mit dem wertvollen Rohstoff Wasser.

Quelle: haus.de, wohnnet.at
Bild: fffriendly (Flickr)

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