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Baumängel nach Einzug ins eigene Haus

Ein eigenes Haus zu bauen ist für viele Bürger ein großer Lebenstraum, der mit viel Streß, Kosten und Zeitaufwand verbunden ist, so dass man dem Tag des Einzugs entgegen fiebert und meint damit ist alles geschafft - doch häufig fallen gerade nach Einzug Baumängel auf, die die Handwerker verursacht haben.

Grundsätzlich gilt, dass der Bauherr eine Frist von fünf Jahren hat, in denen er die Handwerker für Mängel zur Rechenschaft ziehen kann. Scheinbar eine lange Zeit, aber sollten gleich in der ersten Zeit Mängel auftreten, so lohnt es sich diese sofort dem Handwerkerbetrieb mitzuteilen. Ratsam ist es freundlich per Telefon die Situation zu erklären und einen verbindlichen Termin zur Beseitigung des Schadens zu vereinbaren. Selbst als Bauherr das Problem anzugehen ist nicht ratsam, da dann die eigentlich beauftragte Firma nicht unbedingt für eventuelle Folgeschäden eintreten würde.

Sollte man telefonisch keinen Erfolg haben, so sollte man sich schriftlich an den Handwerkerbetrieb wenden. Hier ist es wichtig eine Frist festzulegen, die eventuelle Lieferzeiten von Ersatzmaterial möglich macht und den Betrieb nicht zeitlich zu sehr unter Druck setzt. Wobei man hier nicht generell auf die Auftragslage des Betriebs Rücksicht nehmen muß. Sollte keine Kapazität frei sein, so muß man sich an einen anderen Betrieb wenden und die anfallenden Kosten mit dem eigentlich verantwortlichen Betrieb aushandeln.

Nur in absoluten Ausnahmenfällen, wie einem Wasserrohrbruch im Haus, kann man Druck auf die Verantwortlichen ausüben und sie ohne eine Einhaltung von längeren Fristen herbestellen. Aber um keine miese Stimmung zu verbreiten, ist es immer ratsam, sich den Arbeitszeiten der Handwerker anzupassen.

Quelle: wiwo.de
Bild: kefraya (Flickr)

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