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Was ist eine Hypothek - Erläuterungen zu einem Kreditsicherungsmittel

Als Sicherheiten beim Erwerb von Immobilien kommen im allgemeinen Sprachgebrauch zwei Varianten vor. Das ist zum einen die Grundschuld und zum anderen die Hypothek. Obwohl letztere die bekanntere Form der Sicherheitenstellung darstellt ist sie im Alltag eher selten geworden.

Eine teilweise Antwort auf die Frage, was ist eine Hypothek, dürften viele durch das Brettspiel Monopoly erfahren haben. Belegt man hier die Schlossallee mit einer Hypothek, erhält man im Gegenzug dafür einige Tausend Euro in Bar.

Pfandrecht an einem Grundstück

Möchte ein Bauherr sein Haus mithilfe einer Bankfinanzierung bauen, kommt er kaum darum herum, dem Finanzierungsgeber eine Sicherheit anzubieten. Zu diesem Zweck wird im Grundbuch, welches zum Grundstück gehört, ein Eintrag vorgenommen. Den Eintrag nennt man dann Grundschuld oder Hypothek.

Für die Führung des Grundbuches und alle vorzunehmenden Eintragungen ist das zuständige Amtsgericht betraut. Den Eintrag einer Hypothek als Buch- oder Briefhypothek übernimmt ein Notar gegen ein entsprechendes Honorar. Eine eingetragene Hypothek gibt der Bank das Recht, die Immobilie unter bestimmten Umständen zu übernehmen und zu verwerten.

Wenn der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird die Immobilie verkauft und der Gläubiger befriedigt. Um nach Möglichkeit Verluste beim Verwerten von Immobilien für die Bank zu vermeiden, ist der der Kreditvergabe zugrundeliegende Immobilienwert immer höher als der Kreditbetrag. In der Regel wird für die Beleihung der Immobilie ein Sicherheitsabschlag in Höhe von mindestens zehn Prozent bezogen auf den Verkehrswert der Immobilie genommen.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) finden sich ausführliche Antworten auf die Frage, was ist eine Hypothek. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB § 1113) beschreibt eine Hypothek (Pfandrecht an einem Grundstück) genau.

Ein Grundstück kann belastet werden, wenn Gläubiger eine bestimmte Geldsumme einfordern, die aus dem Grundstück zu zahlen ist. Die Hypothek und eine bei Nutzung des Pfandrechts vorgenommene Befriedigung aus dem Grundstück macht eine dem Gläubiger zustehende Forderung zur Vorbedingung.

Sicherungsgrundgrundschuld ermöglicht sofortige Zwangsvollstreckung

Die Hypothek ist ein Kreditsicherungsmittel und speziell für diesen Zweck vom Gesetzgeber konzipiert. Mittlerweile nimmt die Sicherungsgrundschuld als Kreditsicherungsmittel den führenden Platz ein. Die Zwangsvollstreckung ist das vom Gläubiger nutzbare Mittel, um finanzielle Ansprüche aus dem Grundstück und den Gegenständen zu befriedigen. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (§ 1142 BGB) ist als eine weitere Antwort auf die Frage, was ist eine Hypothek, außerdem aufgeführt, dass der Eigentümer rechtmäßige Forderungen des Gläubigers jederzeit bei Fälligkeit befriedigen kann.

Das hat dann zur Folge, dass die Nutzung des Pfandrechts durch einen Gläubiger hinfällig wird. Wenn ein Gläubiger sein Pfandrecht aus einer Hypothek nutzen möchte, muss er vor der Zwangsvollstreckung die Berechtigung seiner Forderungen nachweisen. Bei einer Sicherungsgrundschuld unterwirft sich der Schuldner hingegen in der Regel der sofortigen Zwangsvollstreckung.

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