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Was gilt es bei der Baukredit Umschuldung zu beachten?

Es gibt verschiedene Gründe, um eine Baukredit Umschuldung in Erwägung zu ziehen. Während einige Bauherren aus persönlichen oder beruflichen Gründen dazu gezwungen sind, eine Umschuldung seines Baukredits vorzunehmen, wollen andere durch die Umschuldung nur Geld sparen. Allerdings sind die Banken nicht immer sehr begeistert, wenn ihre Kunden ihren Baukredit umschulden wollen.

Wenn ein Raten-Baukredit noch während der Zinsbindungsfrist in ein Annuitätendarlehen verwandelt werden soll, oder man aus einem Baukredit mit variablem Zinssatz ein Hypothekendarlehen mit festem Zinssatz machen will, dann spricht man von einer Umschuldung. Auch der Wunsch, ehemals vereinbarte teure Darlehenszinsen durch aktuell günstigere Zinsen zu ersetzen sorgt oftmals für den Versuch einer Umschuldung.

Verständlicherweise sind die Banken also von einer Baukredit Umschuldung nicht sonderlich begeistert und versuchen die Änderung der Kreditkonditionen zu verhindern. Soll die Umschuldung des Baukredits noch innerhalb der Zinsbindungsfrist stattfinden, kassieren die Banken daher eine so genannte Vorfälligkeitsentschädigung.

Die geforderte Vorfälligkeitsentschädigung darf nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) heutzutage sogar bis zu einhundert Prozent höher sein als früher. Wurde also beispielsweise früher eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro für die Auflösung eines Hypothekenvertrags verlangt, kann die Bank heute bis zu 20.000 Euro verlangen. Dabei haben die Banken einen relativ großen Entscheidungsspielraum. Eine Baukredit Umschuldung innerhalb der Zinsbindungsfrist ist daher keine interessante Alternative, wenn es darum geht, Geld zu sparen.

Wenn allerdings zwingende persönliche Gründe eine vorzeitige Kündigung eines Baukredits erfordern, dann greift das Urteil des BGH nicht. Ist beispielsweise der Hausverkauf wegen Scheidung der Ehepartner, der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine zwingende berufliche Umorientierung der Grund für die Umschuldung, dann dürfen Banken nur Entschädigungen verlangen, die unter Berücksichtigung der persönlichen Zwänge des Kreditnehmers angemessen sind. Werden in so einem Fall zu hohe Entschädigungsleistungen von der Bank gefordert, können diese vom Kreditnehmer angefochten werden.

Es gibt aber auch Baukredite, die vor 1987 abgeschlossen wurden, die teilweise sogar kostenfrei umgeschuldet werden können. Ein genauer Blick in den Vertrag zeigt, ob im Einzelfall die erforderlichen Kriterien erfüllt sind.

Quelle: baukrediteinfo.de

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