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Warnung vor Ikea-Fertighäusern: Boklok stößt auf umfangreiche Kritik

Seit kurzem stehen in Deutschland die ersten Fertighäuser von Ikea zum Verkauf. Doch die von Ikea-Tocher Boklok vertriebenen Fertighäuser, die zunächst nur in Wiesbaden-Auringen und in Offenbach-Walheim bei Frankfurt gebaut werden sollen, stoßen nicht nur auf Begeisterung. Die Stiftung Warentest hat sogar eine Warnung vor Ikea-Fertighäusern ausgesprochen.

In einem 'Schnelltest' lässt die Stiftung Warentest kein gutes Haar an den vom hessischen Hersteller Bien Zenker gebauten Fertighäusern. Zu den Kritikpunkten am Ikea-Fertighaus gehört der mangelhafte Schallschutz. So erfülle der in einer Werbebroschüre garantierte Schallschutz nicht die geltenden Standards. Außerdem ermögliche es die Technik der Außenwände nicht, Nägel einzuschlagen oder zusätzliche Steckdosen zu installieren.

Die Warnung vor Ikea-Fertighäusern betrifft aber nicht nur die Bauweise, sondern vor allem auch die Vertragsbedingungen. So kommt die Stiftung Warentest zu dem Urteil, dass die Kunden der in Wiesbaden-Auringen geplanten Fertighäuser durch verschiedene Klauseln stark benachteiligt würden. Unter anderem behalte sich das Bauunternehmen vor, Änderungen an den Bauleistungen, den Bauplänen und der Baubeschreibung vorzunehmen.

Auf der anderen Seite müssten Kunden die Schlussrate für ihr Ikea-Fertighaus auch dann zahlen, wenn noch Restarbeiten ausstünden. Auch die eingeschränkte Haftung der Baufirma und das Fehlen eines Fertigstellungstermins stoßen auf heftigste Kritik durch die Stiftung Warentest. Das zusammenfassende Urteil lautet: 'Zu diesen Bedingungen sollten Sie keinen Vertrag unterzeichnen.'

Als Reaktion auf die Warnung vor Ikea-Fertighäusern sagte eine Ikea-Sprecherin, dass die Kritikpunkte der Stiftung Warentest relativ unkonkret seien. Dennoch werde man sich die Vorwürfe im Detail ansehen.

Quelle: faz.net, focus.de
Bild: Per Ola Wiberg (Flickr)

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