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Wann hat ein Mieter das Recht auf Mietkürzungen?

Mietkürzungen wegen Mängel an der Mietwohnung gelten als letzte Waffe der Mieter. Doch nicht jeder Mangel an der Wohnung berechtigt auch dazu, die Miete zu mindern. Hier berichten wir wann Mietminderungen erlaubt sind.

Wie Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund berichtet, ist der Beratungsbedarf in Bezug auf Mietkürzungen besonders groß, weil es dazu im Mietrecht keine einheitlichen Regelungen gibt. Generell sind Mieter immer dann berechtigt die Miete zu mindern, wenn sie die Wohnung nicht so nutzen können, wie sie es laut Mietvertrag erwarten dürfen. Laut Ropertz sind die Gründe für Mietkürzungen sehr vielfältig. Am häufigsten geht es jedoch um Feuchtigkeit und Schimmel, Lärmbelästigung jeglicher Art oder nicht funktionierende Anlagen wie beispielsweise Heizung oder Aufzug.

Was die Höhe der Mietminderung angeht, so gibt es keine genauen Regeln. Doch allgemein gilt, dass die Miete umso mehr gekürzt werden kann, je stärker sich der Mangel auswirkt. Eine Orientierungshilfe liefert hierbei die sogenannte 'Hamburger Tabelle', in der für jeden Raum der Wohnung ein prozentualer Wohnwert angegeben wird.

Laut Mietminderungstabelle kann die Miete beispielsweise um 30% gekürzt werden, wenn das Wohnzimmer nur bis durchschnittlich 15 Grad Celsius geheizt werden kann. Wenn allerdings die Heizung während der Heizperiode komplett ausfällt, sind sogar Mietminderungen bis zu 100% möglich.

Allerdings gibt es auch Fälle, in denen der Mieter nicht zu Mietkürzungen berechtigt ist. Das gilt dann, wenn er selbst den Mangel an der Mietwohnung verschuldet hat, wenn es sich um eine unerhebliche Beeinträchtigung handelt, oder wenn der Mangel schon beim Einzug bestand.

Quelle: n-tv.de, newsmax.de
Bild: Udo Domnick (Pixelio)

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