Excite

Vorzeitige Auszahlung: Bausparvertrag bindet über einen langen Zeitraum

Eine vorzeitige Auszahlung bei einem Bausparvertrag ist für den Anleger ungünstig, denn vertraglich hat er sich für mehrere Jahre an diese Sparmethode gebunden. Dennoch kommt es wieder vor, dass Situationen eintreten, die die Auflösung eines Bausparvertrags noch vor Erreichen der Zuteilungsreife erfordern.

Grundsätzlich haben Bausparer auch das Recht, ihren Vertrag vorzeitig aufzulösen. Dafür ist ein schriftlicher Auftrag an die jeweilige Bausparkasse nötig. Befindet sich der Anleger noch in der Ansparungsphase, muss er eine Kündigungsfrist von meist sechs Monaten beachten. Nach Ablauf dieser Frist überweist die Bausparkasse das zur Verfügung stehende Guthaben und der Vertrag wird aufgelöst.

Anleger sollten sich allerdings über mehrere Nachteile im Klaren sein: Zum einen wird die einmal bezahlte Abschlussgebühr in keinem Fall erstattet. Darüber hinaus wird von der Auszahlung immer ein gewisser Prozentsatz einbehalten, was als 'Vorfälligkeitsgebühr' deklariert wird. Hat der Bausparer die staatliche Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage beantragt und erhalten, muss er die Mindestvertragslaufzeit von sieben Jahren eingehalten. Nur dann werden diese Förderbeträge ausgezahlt, d.h. bei einer vorzeitigen Kündigung sind sie futsch.

Falls ein Bausparvertrag während der Darlehensphase aufgelöst werden soll, muss der Kreditnehmer das Bauspardarlehen zurückzahlen. Diese Rückzahlung stellt eine Form der Sondertilgung dar, für die keine Frist zu beachten ist.

Bausparkassen können die Kündigung zum Ärger des Anlegers auch auf einen späteren Zeitpunkt verschieben. Dies ist den Statuten zufolge zum Beispiel dann erlaubt, wenn so viele Kündigungen eingehen, dass mit der Auszahlung der Gelder das Bausparprinzip gefährdet wäre.

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017