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Vermeidung von Wohngift: Wenn die eigenen vier Wände krank machen

Zahlreiche Baustoffe können Allergien und Atemwegserkrankungen auslösen. Um dem vorzubeugen sollte man schon beim Hausbau großen Wert auf die Vermeidung von Wohngift legen. Bei älteren Häusern kann eine sorgfältige Sanierung der einzige Weg sein, um Schadstoffe aus dem Wohnraum zu entfernen. Hier geben wir ein paar Tipps zur Gebäudesanierung, mit denen gesundheitsgefährdende Stoffe aus dem Wohnraum entfernt werden können.

Das häufigste Wohngift ist Formaldehyd. Der Baustoff kann beispielsweise in Lacken, Klebern, Pressspanmöbeln, Tapeten und Fußbodenbeläge vorkommen und löst häufig Allergien aus. Im schlimmsten Fall kann das Wohngift Formaldehyd Krebs auslösen. Daher sollten beim Bauen und Sanieren alle Formaldehydquellen aus dem Wohnraum entfernt werden.

Zur Vermeidung von Wohngift sollte man die Wände in Naturfarben wie beispielsweise Lehmfarbe streichen und Holzböden lieber ölen, statt lackieren. Bei Holzverkleidungen sollte man Tischlerplatten Spanplatten oder OSB-Platten vorziehen, da letztere gefährliche Schadstoffe enthalten können. Auch die Vermeidung von lang ausdünstenden Schäumen als dauerhafte Befestigungen für Türen und Fenster sollten vermieden werden. Die gesündere Alternative stellen hier traditionelle Tischlerverbindungen dar.

Auch bei der Dämmung können sich Wohngifte einschleichen. So zeigen sich bei Wohngiftanalysen immer wieder Probleme in diesem Bereich. Alte Heraklitplatten beispielsweise enthalten in manchen Fällen sogar noch Asbest. Und auch künstliche Mineralfasern können Wohngift enthalten.

'Wenn die Schadstoffe eingebaut sind, wie zum Beispiel eine Mineralwolle, die vor 1995 alle lungengängig waren, ist das kein Problem, solange kein direkter Kontakt zum Innenraum besteht', erklärt die Baubiologin Nicole Richardson. Sobald aber ein Luftverbundsystem zum Innenraum entsteht, können gesundheitsschädliche Wirkungen entstehen. Zur Vermeidung von Wohngift empfiehlt die Sachverständige für Bauinnenraumschadstoffe daher Holzwolle als Dämmstoff.

Quelle: n-tv.de, toxcenter.de
Bild: Rainer Sturm (Pixelio)

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