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Urlaub über Timesharing Angebote: Wie man sich gegen miese Abzocken schützen kann

Urlaub im Lieblingsland und dann noch in der quasi eigenen Ferienwohnung verbringen - das hört sich traumhaft an! Deshalb fallen jährlich Tausende von ahnungslosen Urlaubern auch auf die vermeintlich verlockenden Angebote von Timesharing-Immobilienagenten herein.

Die potenziellen Timesharer-Interessenten werden auf offener Straße, am Strand beim Sonnenbaden oder in einer Bar angesprochen, um an einem vermeintlich kostenlosen Essen teilzunehmen. Dort werden sie dann - oft noch unter Einfluss von alkoholischen Getränken - von gut geschulten Verkäufern solange regelrecht unter Druck gesetzt, bis sie eine Vertragsunterschrift und noch vor Ort eine Vorauszahlung leisten. Die Verträge sind zumeist undurchsichtig und zum Nachteil des Timesharers aufgesetzt.

Das auf den ersten Blick preisgünstige und einladende Angebot der Timesharing-Immobilie entpuppt sich schnell als Geldfalle. Denn Timesharing birgt erhebliche, finanzielle Risiken und Nachteile. Daher sollte es nicht als günstige Alternative zur Pauschalreise oder anderen Urlaubsformen angesehen werden. Üblich sind Preise zwischen 2500 Euro und 27.000 Euro pro Urlaubswoche. Hinzu kommen die Nebenkosten, die von Jahr zu Jahr ansteigen, Anreise und Verpflegung vor Ort. Meistens wird es ebenso schwierig, sich vorzeitig von dem Timesharing- Vertrag zu lösen, wenn sich die Rahmenbedingungen der Auslandsimmobilie zum Beispiel mit dem Bau einer verkehrslastigen Strasse genau vor der Haustür ändern.

Die EU hat nun neue Richtlinien aufgesetzt, um diese regelrechte Abzocke zu stoppen. Die neuen EU-Regeln sollen die Verbraucher besser schützen. Es sollen genauere und EU-einheitliche Informationen über Timesharing-Produkte und deren Kosten vorgelegt werden können, und auch das Widerrufsrecht des Verbrauchers soll gestärkt werden.

Wer dennoch auf ein Timesharingangebot eingehen will, der sollte Geschäftsbeziehungen nur mit solchen Firmen eingehen, die ihren Geschäftssitz auch in Deutschland haben und vor allem Vorauszahlungen für noch nicht erbrachte Leistungen verweigern. Der Vertrag sollte in allen Einzelheiten genau durchgelesen werden und vor der Unterschrift noch einmal einem Fachmann vorgelegt werden.

Quelle: Focus Online, WISO.ZDF
Bild: mode (Flickr)

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