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Untervermieten: Geld verdienen oder Stress einkaufen?

Man kann mit dem Untervermieten von Räumen Geld verdienen, keine Frage. Aber wenn man nicht vorsichtig ist, handelt man sich auch eine Menge Stress ein und natürlich rechtliche Schwierigkeiten. Deswegen ist es wichtig, von Anfang an einfach genau vorzugehen und möglichst viele Details vorab zu bedenken und schriftlich fest zu halten.

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Mietvertrag

Das wichtigste, woran man beim Untervermieten denken sollte ist nicht das Geld verdienen, was natürlich eine schöne Aussicht, aber nicht Hauptfokus sein kann, sondern der Mietvertrag.

Den kann man mit seinem potentiellen Untermieter erst aufsetzen, wenn der Vermieter zugestimmt hat. Das muss schriftlich und für den speziellen Fall passieren, eine mündliche Erklärung, dass dies allgemein möglich sei zu Beginn des Mietverhältnisses reicht nicht aus.

Dann muss man den Mietvertrag aufsetzen. Darin muss festgehalten sein, welchen Teil der Wohnung man zu welchen Konditionen vermietet. Geht es beispielsweise darum, die ganze Wohnung während eines Auslandssemesters möbliert unterzuvermieten? Oder möchte man nur ein sonst leeres Zimmer an einen Untermieter vermieten? Beide Fälle müssen im Vertrag natürlich anders erklärt werden.

Es ist zum Glück nicht notwendig, dass genau die Formulierung getroffen wird, die ein Anwalt verwenden würde, solange deutlich wird, welche Absicht man erklären möchte. Wer sich unsicher ist, kann eine entsprechende Vorlage im Schreibwarengeschäft kaufen oder online finden.

Um mit dem Untervermieten Geld zu verdienen, sollte man vorher genau ausrechnen, was der Untermieter kosten wird. Natürlich kann man ihm mindestens den Anteil der Miete in Rechnung stellen, den der vermietete Bereich ausmacht: Bei einer Wohnung von 120qm, von der man ein oder zwei Zimmer mit einer Gesamtfläche von 40qm vermietet, bedeutet das ein Drittel der Kaltmiete. Die Nebenkosten kann man auch anteilig dazu rechnen.

Wenn man den Untermieter aber auch Geräte wie die Waschmaschine und den Trockner oder die Küche mitbenutzen lässt, kann man zu dieser Grundmiete durchaus noch etwas hin zu rechnen, weil Abnutzung hinzu kommt.

Untermiete gut überlegen

Ob man mit dem Untervermieten Geld verdienen möchte, sollte man sich gut überlegen. Immerhin bedeutet das im Extremfall, dass man ab sofort einen zusätzlichen Bewohner im Haus hat, der beispielsweise das Bad mit benutzen wird. Natürlich erübrigt sich diese spezielle Frage wiederum, wenn es mehrere Badezimmer gibt, aber im Allgemeinen muss man neben den finanziellen Aspekten auch berücksichtigen, ob man die Einbuße der Privatssphäre hinnehmen möchte.

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