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Untervermieten bei Hartz 4: Darauf sollte man achten

Wie bei allen Untermietverträgen gibt es einige allgemeine Klauseln beim Untervermieten bei Hartz 4. Es gibt aber auch spezielle Punkte, die man genau beachten sollte. Das gilt sowohl, wenn man Hartz 4 empfängt und Untermieter ist, als auch, wenn man seine Wohnung als Hartz IV-Empfänger (teilweise oder ganz) untervermieten möchte.

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Untervermieten mit Hartz IV

Wer Hartz IV empfängt, bekommt auch die Wohnkosten von der Arge, sofern diese nicht unangemessen hoch sind. Dazu gehören auch Nebenkosten, sodass diese beiden Punkte beim Untervermieten berücksichtigt werden sollten.

Wer untervermieten möchte, benötigt dazu zunächst eine schriftliche Genehmigung des Vermieters. Holt man diese nicht ein, riskiert man die Kündigung.

Wer dieses Einverständnis vom Vermieter hat, kann einen Untermietvertrag mit dem Untermieter aufsetzen. In diesem wird genau festgelegt, welche Teile der Wohnung und welche Nutzungsrechte man vermietet.

Außerdem sollte die Miete selbst festgeschrieben und nach Kaltmiete und Nebenkosten aufgeschlüsselt werden. Dabei werden die Nebenkosten für Heizung und Strom normalerweise entsprechend der vermieteten Fläche abgerechnet: Wer von einer 70qm-Wohnung 35qm untervermietet, kann dementsprechend auch die Hälfte der Nebenkosten vom Untermieter verlangen.

Für die Kaltmiete kann man genauso vorgehen, oder mehr oder weniger verlangen. Gründe dafür können sein, dass man möblierte Zimmer vermietet oder die Nutzung von Küche und Bad vereinbart ist, diese Fläche aber nicht berechnet wird.

Wer als Hartz-IV-Empfänger untervermietet, muss das natürlich der Arge mitteilen. Die zahlt dann nur noch den verbleibenden Anteil der Miete.

Wer einen Untermieter findet, kann so in seiner alten Wohnung bleiben, wenn er auf ein Zimmer verzichtet und trotzdem die Miete von der Arge bekommen. Untervermieten kann bei Hartz 4 also eine Möglichkeit sein, den Umzug zu verhindern.

Hartz IV Empfänger als Untermieter

Beim Untervermieten bei Hartz 4 in der anderen Richtung, also an Hartz-IV-Empfänger, sollte besonders darauf achten, einen gültigen Vertrag aufzusetzen.

Wenn sich der Verdacht ergibt, dass es sich eigentlich um eine Bedarfsgemeinschaft handelt, in der der Untermieter eigentlich Mitbewohner ist und zum Beispiel über kein eigenes Bett, einen eigenen Teil des Kühlschranks und ähnliches verfügt, können ihm Bezüge gekürzt werden, weil der vermeintliche Vermieter eigentlich auch Partner und Versorger ist.

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