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Trends bei den neuen Stühlen: Bequemlichkeit, Farbenfreude und Materialmix

Kaum ein anderes Möbelstück dient so vielen Funktionen wie der Stuhl. Auf Stühlen sitzt man zum Essen, zum Arbeiten, zum Spielen, zum Kommunizieren oder einfach zum Entspannen. Da wundert es kaum, dass die Ergonomie eines Stuhls fast wichtiger ist als die Optik. Diesen Trend bei den neuen Stühlen kennt auch Ursula M Geismann, Trendexpertin beim Verband Deutscher Möbelhersteller (VDM): "Eintrittskarte für den Markt ist heute die Bequemlichkeit eines Stuhls."

Besonders Stühle mit verstellbarer Rückenlehne seien für das längere Verweilen am Esstisch ideal, so Brit Diekvoss von der Fachzeitschrift "Arcade": "Gerade Lehne beim Essen, weiter zurückgelehnt zum längeren Verweilen." So bleibt man deutlich länger am Tisch sitzen als früher. Als weiteren Trend in Richtung bequemes Sitzen nennt Geismann die sogenannte "Esssessel": "Bequeme, hohen Esstischstühle mit Polsterung sind der neueste Trend."

Doch bei aller Bequemlichkeit sollen die neuen Stühle natürlich auch gut aussehen. Dabei sind der Fantasie in puncto Stil, Material und Design kaum Grenzen gesetzt. "Es geht um ästhetische Vielfalt", erklärt Geismann. "Ob Landhausstil oder schlichte Modernität, Holz, Bast, Metall und Kunststoff, Farben aller Art – alles ist erlaubt", beschreibt Constanze Köpp vom Hamburger Einrichtungsunternehmen "Wohnkosmetik" den Trend zur optischen Vielfalt. "Neu ist dabei eigentlich nur, dass wir Altes mit Neuem verbinden."

Die Einrichtungsexpertin sieht einen besonderen Reiz bei der Kombination von Stühlen und Tisch im Kontrast von Altem und Modernen. "Bei schlichten Esstischen, zum Beispiel aus Glas, können Stühle außerdem farbige Akzente setzen. Allerdings sollte man dabei immer den ganzen Raum im Blick haben." Dabei empfiehlt es sich ebenso wenig zu viele verschiedene Holzarten zu mischen, wie zu viele bunte Stoffe. "Gerade bei Farben greift eher das Motto: weniger ist mehr", rät der Hersteller Hülsta. Stuhlpolster in Knalltönen wie Pink, Brombeer und Grün könnten zwar tolle Farbtupfer setzen, aber sollte es nicht übertreiben: "Lieber nur ein Eyecatcher als zuviel Farbe!"

Neben Bequemlichkeit, Materialmix und Farbenfreude gehören auch ungewöhnliche Formen zu den Trends bei den neuen Stühlen. So sticht beim Stuhl "Masters", den Philippe Starck für den italienischen Hersteller Kartell entworfen hat, die netzartige Rücken- bzw. Armlehne ins Auge. Der Armsessel "Eva" der italienischen Firma Zanotta dagegen weist eine runde Schalenform auf und steht auf nur einem Fuß.

Quelle: manager-magazin.de, welt.
Bild:Starck Ting, r reeves (Flickr)

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