Excite

Tipps für Vermieter: Wie wird man unerwünschte Mieter los

Wie eine Studie von Immobilienscout24 zeigt, hatte die Hälfte aller Vermieter schon einmal Ärger mit Mietausfällen, Sachbeschädigungen, Lärmbelästigung oder Ähnlichem. In so einem Fall, würde man den üblen Mieter am liebsten sofort vor die Tür setzen, doch das ist nicht so einfach. Hier ein paar Tipps, wie man Mieter los wird.

Um einen Mieter loszuwerden, muss der Vermieter einen rechtlich gültigen Grund angeben. Als Kündigungsgründe werden laut BGB 'Eigenbedarf' oder 'angemessene wirtschaftliche Verwertung' akzeptiert, die als 'berechtigtes Interesse' gelten. Liegt nach Mietrecht kein berechtigtes Interesse vor, muss der Vermieter sich auf einen dritten Grund berufen, um den Mieter los zu werden: Vertragspflichtverletzung.

Liegen 'wichtige Gründe' nach § 543 BGB vor, ist sogar eine fristlose Kündigung möglich. Als wichtige Gründe kommt eine erhebliche Verletzung der Sorgfaltspflichten durch den Mieter ebenso in Frage wie das unbefugte Überlassen der Wohnung an Dritte. Als häufigster Grund für eine fristlose Kündigung gelten allerdings Mietrückstände.

Doch mit der fristlosen Kündigung ist die Sache noch nicht zu Ende. Wenn der Mieter die Wohnung nicht freiwillig verlässt, muss der Mieter durch eine Räumungsklage vor Gericht einen Räumungstitel erwirken. Da die Räumungsfrist erst dann beginnt, wenn das Urteil rechtskräftig ist, kann der Mieter die Vollstreckung durch Berufung hinauszögern. Das bedeutet, dass die Zeitspanne zwischen fristloser Kündigung und Zwangsräumung nicht kalkulierbar ist und beträchtlich sein kann.

Von Selbstjustiz sollten Vermieter aber auf jeden Fall absehen, denn wer versucht, den unerwünschten Mieter selbst vor die Tür zu setzen, der macht sich der 'unerlaubten Selbsthilfe' schuldig und muss im schlimmsten Fall mit einer Gegenklage wegen Hausfriedensbruchs oder Nötigung rechnen.

Quelle: n-tv.de, meineimmobilie.de
Bild: Daniel Gast, Stephanie Hofschlaeger (Pixelio)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017