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Tipps für Mieter: So findet man Fehler in der Nebenkostenabrechnung

Einmal im Jahr flattert die Nebenkostenabrechnung ins Haus und reißt oftmals ein gewaltiges Loch in die Haushaltskasse. Bevor sie sich über die hohen Forderungen ärgern, sollten Mieter auf jeden Fall überprüfen, ob die Nebenkosten auch korrekt abgerechnet wurden, denn wie der Mieterbund feststellt, enthält jede zweite Mietnebenkostenabrechnung Fehler. Hier geben wir ein paar Tipps, die dabei helfen, die Nebenkostenabrechnung auf ihre Richtigkeit zu überprüfen.

Generell gilt, dass die Abrechnungsperiode für die Nebenkosten immer ein Jahr beträgt, wobei es sich nicht unbedingt um das Kalenderjahr handeln muss. Der Vermieter muss eventuelle Nachforderungen, die über die monatlichen Nebenkostenvorauszahlungen hinausgehen bis spätestens ein Jahr nach Ende der Abrechnungsperiode stellen. Wenn er diese Frist versäumt, kann er keine Nachzahlung mehr fordern.

Als Nebenkosten gelten grundsätzlich alle Ausgaben, die dem Vermieter durch die Vermietung entstehen. Dazu gehören neben Kosten für den eigenen Verbrauch auch die Kosten für Betriebsstrom der Heizanlage, Schornsteinfeger, Verbrauchserfassung, Reinigungskosten und Einstellarbeiten. Instandhaltungsmaßnahmen, Reparaturen, Ersatzteile oder eine Hausverwaltungsfirma dagegen muss der Vermieter selbst bezahlen.

Die meisten Nebenkosten werden anteilig auf die Bewohner umgelegt, wobei sich der eigene Anteil meist nach der Wohnfläche richtet, manchmal auch nach der Bewohnerzahl. Heizung, Warm- und Abwasser dagegen werden verbrauchsabhängig berechnet. Dabei wurden bisher Heiz- und Warmwasserkosten jeweils zur Hälfte nach Verbrauch und dem verbrauchsunabhängigen Grundkostenanteil berechnet. Seit diesem Jahr ist aber auch eine Aufteilung von 70 Prozent Verbrauchs- und 30 Prozent Grundkosten zulässig. Damit Mieter nicht für das wöchentliche Wannenbad der Nachbarn mitbezahlen müssen schreibt die Heizkostenverordnung vor, dass der Warmwasserverbrauch individuell erfasst wird.

Ein Tipp für alle, die sich über eine hohe Nebenkostenabrechnung ärgern: Der Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbundes liefert einen Anhaltspunkt für das Preisniveau der einzelnen Posten. Sollte der Verdacht bestehen, dass die Nebenkostenabrechnung Fehler enthält, kann beim Vermieter Einsicht in die Unterlagen fordern.

Quelle: n-tv.de, familie.de
Bild: Rainer Sturm, Ernst Rose (Pixelio)

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