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Tipps für die Mieterauswahl: Wie findet man den perfekten Mieter?

Schätzungen zufolge müssen Vermieter bundesweit jedes Jahr rund 2 Milliarden Euro an Mietausfällen verkraften. Zwar gelten Mietrückstände als Kündigungsgrund, aber im Zweifelsfall kann es sich ganz schön in die Länge ziehen, bis der säumige Mieter die Wohnung tatsächlich verlassen hat. Einige Tipps für die Mieterauswahl sollen Vermietern helfen, viel Ärger und Kosten zu vermeiden.

Generell gilt es bei der Mieterauswahl, möglichst viele Informationen über den Mietinteressenten einzuholen. Zwar gibt es einige Fragen, die im Zuge der Mieterauswahl vom Vermieter nicht gestellt werden dürfen, dennoch haben Vermieter einige Möglichkeiten, sich Informationen über ihren potenziellen Mieter einzuholen.

Wer spätere Probleme mit dem Mieter vermeiden will, der kann die potenziellen Mieter beispielsweise bitten, eine Mieterselbstauskunft abzugeben. Dabei handelt es sich um ein Formular, in das der Mieter alle wichtigen Informationen einträgt. Zwar sind Mietinteressenten nicht dazu verpflichtet, die Mieterselbstauskunft auszufüllen, doch auch eine solche Weigerung liefert dem Vermieter wertvolle Informationen: Anscheinend hat der Mietinteressent etwas zu verbergen.

Da es für den Vermieter von besonderem Interesse ist, dass der künftige Mieter regelmäßig seine Miete zahlen kann, gehört es zu den Tipps für die Mieterauswahl, die Liquidität der potenziellen Mieter umfassend zu prüfen. Der Klassiker hierbei ist eine aktuelle Schufa-Selbstauskunft, aus der offene Rechnungen oder eine Privatinsolvenz hervorgehen würden.

Auch Mietschuldenfreiheitsbescheinigungen werden bei der Mieterauswahl immer öfter verlangt. Doch hier zeigt sich Alexander Bredereck, Fachanwalt für Miet- und Eigentumsrecht bei der Kanzlei Bredereck und Willkomm in Berlin skeptisch: 'Legt ein Wohnungsinteressent ein solches Dokument nicht vor, kann es sich trotzdem um einen solventen und geeigneten Mieter handeln.' Denn es gebe viele Gründe, warum das Schreiben fehlen kann. Beispielsweise kann sich der aktuelle Vermieter weigern, eine Mietschuldenfreiheit bereits vor dem Auszug zu bestätigen.

Quelle: focus.de, hausblick.de
Bild: Christian Kadluba (Flickr)

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