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Tipps für die Fassadenbegrünung: Wandteppiche in Grün

Wer keinen Platz für einen Garten vor oder hinter dem Haus hat, der kann sich mit allerlei Kletterpflanzen an der Hauswand einen vertikalen Garten anlegen. Solche Wandteppiche in Grün sehen nicht nur schön aus, sie bringen auch zahlreiche ökologische und bautechnische Vorteile mit sich.

Die lebendigen Wandteppiche filtern Staub und Schadstoffe aus der Luft und produzieren als 'kleine grüne Lunge' auch mitten in der Stadt den lebensnotwendigen Sauerstoff. Im Sommer sorgen die Kletterpflanzen aufgrund der Verdunstung von Wasser über ihre Blätter für angenehme Kühle, im Winter wirken sie wie eine zusätzlich dämmende Decke ums Haus und helfen so Heizkosten zu sparen.

Viele Hausbesitzer fürchten, dass die Wandteppiche in Grün die Mauer ruinieren. Das stimmt so nicht. Zwar muss die Fassadenbegrünung etwa zweimal im Jahr zurechtgestutzt werden, um nicht irgendwann die Oberhand zu gewinnen, doch ein gut gepflegter lebendiger Wandteppich schadet nicht - er schützt vielmehr Wände und Fassaden vor Witterungseinflüssen wie Regen, Hagel und massiver Sonneneinstrahlung.

'Man muss nur die richtige Pflanze für die richtige Fassade wählen, dazu braucht es Experten', erklärt Bernd Hochwartner, Gartenarchitekt bei Weidlfein. Generell gilt es dabei zwischen drei Arten von Kletterpflanzen zu unterscheiden: Selbstklimmer wie Efeu oder Wilder Wein halten sich selbst mit kleinen Pfötchen an der Mauer fest; Spreizklimmer wie Rosen halten sich an ihren Dornen fest und sogenannte Winder wie Clematis benötigen ein Seil oder ein Holzgerüst als Rankhilfe.

Bei der Auswahl der Kletterpflanzen für Wandteppiche in Grün sollte man laut Sophie Jäger-Katzmann von der Umweltberatung zu heimischen Pflanzen wie Efeu, Clematis oder Kletterrose greifen. Diese finden die richtigen Wachstumsbedingungen vor und sind einfacher zu pflegen.

Quelle: diepresse.com, krautundrueben.de
Bild: Benno Reiss-Zimmermann (Flickr)

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