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Stolperfallen im Haus: Wie man Unfällen vorbeugen kann

Jedes Jahr ereignen sich rund 2,7 Millionen Unfälle in deutschen Haushalten. Fast 80 Prozent davon sind Stürze. Um diesen Unfällen vorzubeugen, sollte man im Alltag Vorsicht walten lassen. Außerdem sollten nach Möglichkeit alle Stolperfallen im Haus beseitigt werden.

Zu den gefährlichsten Stolperfallen im Haus gehören Teppiche und Läufer. So sind lose Bodenbeläge vielleicht eine tolle Spielwiese für Katzen, aber für die menschlichen Bewohner können sie schnell zur Gefahr werden. Zum Glück kann man hier mit rutschhemmenden Gittermatten leicht Abhilfe verschaffen. Hoch stehende Teppichecken oder Teppichkanten sollten mit doppelseitigem Klebeband befestigt werden.

Auch Treppen sind häufig Ursache von Unfällen im Haushalt. Sie sollten unbedingt von Vasen, Eimern, Spielzeug oder sonstigen Gegenständen frei gehalten werden. Rutschige Treppenstufen sollten mit Teppichfliesen (bei Holzstufen) oder Gummistreifen (bei Steinstufen) gesichert werden. Außerdem gehört zu jeder sicheren Treppe ein schützendes Geländer und eine ausreichende Beleuchtung.

Im Badezimmer gilt es gleich mehrere Stolperfallen zu beseitigen. Hier können beispielsweise Duschwannen mit hohem Einstieg zu schweren Stürzen führen. 'Entschärfen kann man dieses Unfallrisiko durch den Einbau bodengleicher Duschwannen', empfiehlt Marcus Möllers vom Hersteller Kaldewei. Um das Ein- und Aussteigen aus der Badewanne sicherer zu machen, sollten Haltegriffe an der Wanne angebracht werden. Auch rutschhemmende Aufkleber oder Anti-Rutsch-Beläge in Dusch- und Badewanne helfen, Unfälle im Haushalt zu verhindern.

Nach Möglichkeit sollte schon bei der Planung des Hauses darauf geachtet werden, Unfallquellen zu vermeiden. 'Diese Chance, durch durchdachte Planung auf Barrieren wie unnötig viele Türen, Schwellen oder Wände zu verzichten, wird häufig durch Unwissen oder Gedankenlosigkeit vertan', berichtet Architekt Thomas Drexel aus Augsburg. Dabei ließen sich in der Planungsphase viele Stolperfallen im Haus ohne größeren Aufwand vermeiden. Ein nachträglicher barrierefreier Umbau hingegen sei erheblich teurer und oft nur schwer zu verwirklichen.

Quelle: fr-online.de, bz-berlin.de
Bild: Tim Bartel, Jessica Bee (Flickr)

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