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Steuerersparnis für Immobilienbesitzer: Wann gibt’s Geld vom Finanzamt?

Hauseigentümer können einen Teil ihrer Kosten von der Steuer absetzen, doch wie hoch die Steuerersparnis für Immobilienbesitzer wirklich ausfällt, hängt vom Einzelfall ab. Auch wenn vor allem bei vermieteten Häusern und Wohnungen recht viele Kosten vom Finanzamt erstattet werden, sollten Eigentümer die Steuerersparnis nicht überschätzen.

Was die Anschaffungsnebenkosten angeht, so macht sich die Steuerersparnis für Immobilienbesitzer erst nach und nach bemerkbar. Denn kosten wie Grunderwerbsteuer, Notargebühren und Maklerprovision, die beim Kauf einer Immobilie zusätzlich zum Preis für das Gebäude anfallen, lassen sich nicht als Werbungskosten geltend machen, sondern können nur über die Nutzungsdauer der Immobilie sukzessive abgeschrieben werden. Dabei gilt für Immobilien, die nach 1924 gebaut wurden ein Abschreibungssatz von zwei Prozent jährlich über 50 Jahre.

Die Kosten für das Grundstück können Immobilienbesitzer allerdings nicht abschreiben. Wer sein Haus zumindest teilweise vermietet, kann auch Finanzierungskosten von der Steuer absetzen. Wenn man bedenkt, dass die Zinsen durchschnittlich etwa 60 bis 75 Prozent der laufenden Kosten einer Immobilie ausmachen, ergibt sich daraus eine schöne Steuerersparnis für Vermieter. Allerdings müssen dafür die Zinszahlungen für die vermietete und die selbst genutzte Fläche steuerlich klar zu trennen sein.

Auch bei der Modernisierung und Renovierung einer Immobilie, können sich Steuerersparnisse für Immobilienbesitzer ergeben. So lassen sich jährlich pro Haushalt bis zu 600 Euro an Steuern sparen, denn das Finanzamt berücksichtigt bei der Modernisierung oder Sanierung von Haus oder Garten 20 Prozent der Lohnkosten für Handwerker bis maximal 3.000 Euro.

Quelle: wiwo.de, immobilien-in.de
Bild: siepmannH, Thorben Wengert (Pixelio)

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