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Staatliche Hilfe für ein sicheres Dach über dem Kopf: Wohngeld

Wohnen kann teuer sein! Oft so teuer, dass in vielen deutschen Haushalten nach der monatlichen Miet- oder Kreditratenzahlung kaum noch Geld zum Leben übrig ist. Betroffenen wird in solchen Fällen vom Staat in Form des Wohngeldes unter die Arme gegriffen. Als Zuschuss und Entlastung wird es Familien mit geringem Einkommen ausgezahlt.

Aber wo liegt die Grenze zwischen "niedrigem" und "ausreichendem" Einkommen? Wonach wird das Wohngeld berechnet? Zunächst hängt der Wohngeldanspruch von einigen Faktoren ab, die für einen bewilligten Wohngeldantrag erfüllt sein müssen: Die Zahl der Familienmitglieder, die Höhe des gesamten Familieneinkommens, und die Höhe der fälligen Miete oder finanziellen Wohn-Belastung. Dabei sind diese Ausgaben nur bis zu bestimmten Höchstbeträgen zuschussfähig, die sich beispielsweise nach dem örtlichen Mietenniveau richten.

Familienmitglieder werden bei der Beantragung des Wohngeldes nur dann berücksichtigt, wenn sie mit dem Haushaltsvorstand eine Wohn- und Wirtschaftsgemeinschaft führen. Wenn sich die Zahl der Familienmitglieder zum Beispiel durch die Geburt eines Nachwuchses erhöht, so kann auch das Wohngeld auf Antrag erhöht werden. Umgekehrt wird bei Tod eines Familienmitgliedes noch weitere 24 Monate das Wohngeld mit dem alten Betrag weiter ausgezahlt.

Das anzurechnende Gesamteinkommen der Familie setzt sich - laut Wohngeldgesetz - aus der Summe der Jahreseinkommen aller zum Haushalt rechnenden Familienmitglieder zusammen. Maßgebend sind hierbei die steuerpflichtigen positiven Einkünfte im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Absetzbar sind zum Beispiel Freibeträge für Schwerbehinderte und Pflegebedürftige oder Werbungskosten.

Antragsformulare für Wohngeld erhält man bei den örtlichen Wohngeldstellen der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung! Das Wohngeld wird - für insgesamt 1 Jahr - zu Beginn des Monats gewährt, in dem der Antrag gestellt wird. Nach Ablauf eines Jahres muss der Wohn-Zuschuss erneut und möglichst zwei Monate vor Ablauf des Bewilligungszeitraumes beantragt werden.

Übrigens: Seit Januar 2009 werden in die Berechnung des Wohngeldes auch die Heizkosten mit einbezogen, und die bisherigen Miethöchstbeträge wurden sogar noch weiter angehoben.

Quelle: bild.de, kiel.de, familienratgeber-nrw.de
Bild: knipseline (Pixelio), Klausi (Pixelio)

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