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Spektakuläres Wohndesign mit Wellengang: Wohnen auf dem Wasser

Schlafen mit seichtem Wellengang, ein kühles Bad am Morgen direkt vor der Haustür, oder ein Glas Wein am Abend auf dem leicht schwankenden Eingangssteg, die Füße ins Wasser baumelnd…So oder so ähnlich idyllisch kann Wohnen am Wasser aussehen!

Und es gibt sie tatsächlich schon, die Floating Homes - schwimmende Häuser! In größerer Zahl hat man sie schon in den Niederlanden, Dänemark und Nordamerika realisiert, und auch Deutschland zieht langsam nach. Am Baumwall in Hamburg liegt schon so eine Schwimmvilla im Hafenbecken…

Ein 230 Tonnen schweres Ponton aus Stahlbeton, deren Kammern mit Wasser oder Sand gefüllt sind, dient als "Fundament", um das Haus fast unbeweglich über der Wasseroberfläche zu halten. Das Leben auf und am Wasser soll buchstäblich erlebt werden. Das Wohnen wird zum permanenten Urlaubsfeeling, spektakuläres Design und ausgefallene Architektur inklusive!

Das ist es den potenziellen Käufern einer Schwimmvilla wohl auch wert: Die kleinste Variante kostet schlappe 300.000 Euro für 114 Quadratmeter Wohnfläche. Verhältnismäßig günstig fällt hingegen die Pacht des Liegeplatzes aus. Hamburg berechnet 5 Euro pro Jahr und Quadratmete.

Der Preis ist wohl der Hauptgrund, warum sich Deutschland mit dieser neuen Wohnform noch etwas schwer tut. Die Floating Homes sind etwa 30 Prozent teurer als ein herkömmliches Einfamilienhaus mit der gleichen oder ähnlichen Ausstattung. Auch die Technikprobleme wie Gas- und Wasseranschlüsse gilt es zu überbrücken.

Dennoch reizt diese individuelle, naturnahe Wohnform immer mehr vor allem Städter. Das beruhigende Nass direkt vor der Haustür und der weite Ausblick vom Wohnzimmerfenster aus wollte sich auch ein Pärchen aus Berlin nicht nehmen lassen. Sie können sich nun stolze Besitzer einer 105 Quadratmeter großen, schwimmenden Villa auf einem Seitenarm des Landwehrkanals in Tiergarten nennen!

Und bei schwimmenden Einfamilienhäusern soll es nicht bleiben: In Planung sind weitläufige, maritime Wohn- und Ferienparks, zum Beispiel auf dem Geierswalder See in Sachsen oder auf dem Störmthaler See im Landkreis Leipziger Land. Die Grundrisse, die Flächen von 96 bis 250 Quadratmetern aufweisen, werden auf zwei Etagen durch eine besondere Modulbauweise individuell frei gestaltbar sein können.

Wer es noch ein wenig extravaganter haben möchte, der kann sich dann die Segelyacht noch gleich dazu kaufen. Schon praktisch, direkt vor der Haustür anzudocken, und vielleicht eines Tages morgens zur Arbeit segeln zu können…Eines steht dabei jedenfalls fest: Seekrank darf man bei dieser Art zu Wohnen nicht sein!

Quelle: welt.de, berlinonline.de
Bild: vinicius.cipriano (Flickr)

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