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SPD will überzogene Mietpreise für Prostituierte abschaffen

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Die Regierungskoalition plant gerade ein neues Prostitutionsgesetz, dabei will Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) dafür sorgen, dass die oft vollkommen überzogenen Mietpreise für Prostituierte der Vergangenheit angehören. Die Politikerin will damit erreichen, dass Freudenmädchen nicht mehr so stark in Abhägigkeit mit ihren Zuhältern stehen.

Die Tageszeitung "WELT" berichtete jetzt über die Pläne. Bordellbetreiber sollen in Zukunft vor Erhalt der Genehmigung einen Nachweis über die mit den Prostituierten abgeschlossenen Verträge führen müssen. So soll dann der Mietpreiswucher bei den Bordellzimmern bekämpft werden. Die neue Regelung solle sowohl für frei arbeitende als auch angestellte Prostituierte gelten, meint die Bundesfamilienministerin.

Bisher war es so, dass viele Freudenmädchen den Mietpreiswucher nur mitmachen konnten, wenn sie sich in Abhängigkeit zu einem Zuhälter begeben haben. Dazu kamen dann spezielle Angebote wie Gang Bang-Partys oder Flatrate-Sex. All das soll im Zuge des neuen Gesetzes verboten und die Position der Prostituierten gestärkt werden.

Weitere Eckpunkte des neuen Prostitutionsgesetzes soll eine stärkere Überprüfung der Betreiber eines Bordells sein. Ist dieser in der Vergangenheit straffällig geworden, kann ihm die Genehmigung entzogen werden. Prostituierte sollen sich aber keiner verpflichtenden Gesundheitsüberprüfung unterziehen müssen, wie es die CDU fordert. Stattdessen sollen medizinische und soziale Hilfangebote unterbreitet werden. Das neue Gesetz ist für den 1. Juni 2015 geplant.

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