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Die sparsamste Heizung kommt mit niedrigen Vorlauftemperaturen aus

Die Frage, was die sparsamste Heizung für ein Eigenheim ist, lässt sich selbst für Experten nicht eindeutig beantworten. Wer Nah- und Fernwärme nutzen kann, verfügt zumindest über die kostengünstigste Heizungsart. Die dazu erforderliche Anzapfstation verlangt nicht nach einem separaten Raum. Gebühren für den Besuch des Schornsteinfegers entfallen in diesem Fall auch. Allerdings sind entsprechende Wärmenetze nicht flächendeckend verfügbar.

Die zweitsparsamste Lösung sehen Experten im Zusammenhang Eigenheim beheizen mit einer Erdwärmepumpe. Die Wärmepumpe benötigt jedoch einen Kellerraum und auch der Hausuntergrund muss geeignet sein. Ein hoher Einspareffekt wird immer erst dann erreicht, wenn die Kombination von Wärmepumpe und Fußbodenheizung die dadurch erreichbaren jeweiligen Vorzüge ausspielen kann.

Wenn weder Fernwärme noch Wärmepumpe als eine Möglichkeit zum Heizen des Eigenheimes in Frage kommen, können die fast überall einsetzbaren Brennwertheizungen modernster Bauart genutzt werden. Diese sind unkompliziert einbaubar und gelten ebenso als sehr sparsam. Das Einsparpotential gegenüber der bislang verwendeten Niedertemperaturtechnik beträgt rund zehn Prozent Brennstoff. Zusätzlich werden Teile der bei beim Verbrennungsvorgang entstehenden Abgase in Wärme umgewandelt. Eine kleine Solaranlage kann durch das Aufwärmen von Wasser weitere Heizkosten einsparen und gleichzeitig einen Beitrag für die Umwelt leisten.

Eine Erdwärmepumpe und die erforderliche Technik für eine Heizung mit Erdwärme kosten meist etwa 1.500 bis 3.000 Euro mehr als eine Gasheizungsanlage. Dennoch ist der Betrieb einer Wärmepumpe einerseits kostengünstig und andererseits auch noch umweltfreundlich. Da von einer Lebensdauer von mindestens hundert Jahren ausgegangen wird, rentiert sich die Anschaffung mehrfach. Die Heizkosten liegen gegenüber normalen Öl-oder Gasheizungen um 50 bis 75 Prozent niedriger.

Die Sparsamkeit kommt auch darin zum Ausdruck, dass keine Kosten für Schornsteinfeger, Wartung oder eine Emissionsmessung anfallen. Eine Wärmepumpen-Anlage arbeitet meist recht leise. Dennoch kommt es auch hier auf die richtige Auswahl an. Sind Geräte zu hoch dimensioniert, hat das erhöhte Kosten zur Folge. Eine Effizienzerhöhung ist hingegen nicht der Fall.

Die Kombination von Erdwärme und Fußbodenheizung wird als optimal angesehen. Die Fußbodenheizung braucht zum Schaffen von behaglicher Wärme ein erwärmtes Leistungswasser von etwa 35 Grad Celsius. Das leistet eine Wärmepumpe jederzeit.

 

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