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Schutz vor Wind und Wetter: Das Dach richtig dämmen

Das Dach eines Hauses ist durch die Schräge Temperatur- und Witterungseinflüssen wesentlich stärker ausgesetzt als der Rest des Gebäudes. Deshalb ist es besonders wichtig, das Dach richtig zu dämmen. Nur so ist garantiert, dass die Dämmung im Dach ihre Aufgaben erfüllt. Dazu gehört es im Winter zu verhindern, das kostbare Heizungswärme durchs Dach nach draußen entweicht und im Sommer de Raumtemperatur unterm Dach auch bei großer Hitze angenehm zu halten.

Weitere Aufgaben der Dach-Dämmung sind der Schutz vor Feuchtigkeit, Zugluft und Wärmebrücken. Ist das Dach nicht richtig gedämmt, kann es durch Feuchtigkeit und Wärmebrücken zu Schimmelbildung und Wasserschäden kommen. Auch gravierende Langzeitschäden wie Schwammbildung am Dachstuhl lassen sich durch die richtige Dämmung des Daches verhindern. Die Wohnqualität unterm Dach wird außerdem erhöht, wenn Dämmstoffe verwendet werden, die den Schallschutz verbessern. Nicht zuletzt sollten zum dämmen des Daches unbedingt nicht brennbare Dämmstoffe verwendet werden, denn im Brandfall ist der rettende Ausweg nirgends so lang wie vom Dachboden.

In einem klassischen Steildach gibt es drei verschiedene Varianten der Dämmung: sie kann zwischen, unter oder auf den Sparren eingebracht werden. Wer zwischen den Sparren dämmt kann als Materialien Stein- oder Glaswolle verwenden. Diese Materialien erfüllen höchste Anforderungen an den Brandschutz. Auch Naturdämmstoffe wie Flachs, Hanf und Schafswolle können bei dieser Variante der Dach-Dämmung zum Einsatz kommen. Wie Architekt und Fachbuchautor Thomas Drexel erklärt, seien diese Dämmstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen im Wärmeschutz mit herkömmlichen Produkten gleichwertig, hätten aber im Sommer den Vorteil durch ihre größere Wärmespeicherfähigkeit die Raumtemperatur niedrig zu halten.

Eine Aufsparren-Dämmung des Daches hilft Wärmebrücken, wie sie die Sparren darstellen können, zu vermeiden. Solche Dämm-Systeme bestehen beispielsweise aus Steinwolle/EPS oder PU-Platten. Bei Neueindeckungen werden diese auf die bestehende Konstruktion montiert. Falls die Dachsparren für eine solche Dämmung zu dünn sind, sollte die Zwischensparren-Dämmung durch eine Aufsparren-Dämmung ergänzt werden.

Um das Dach richtig zu dämmen, sollten Heimwerker auf jeden Fall einen Fachmann zu Rate ziehen. Nur so kann gewährleistet werden, dass die Dämmung des Daches ihre Aufgaben erfüllt und für ein angenehmes Raumklima und hohe Wohnqualität unterm Dach und im ganzen Haus sorgt.

Quelle: n-tv.de, dachpfannen.org
Bild: Rainer Sturm (Pixelio)

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