Excite

Ruhestörung von nebenan: Was tun gegen laute Nachbarn?

Es ist erwiesen, dass Lärm eines der schlimmsten Stressfaktoren ist. Wenn der Lärmpegel dann auch noch dauerhaft von den lieben Nachbarn kommt, kann einem das schon mal so richtig auf die Nerven gehen.

Nachbarschaftliche Lärmquelle Nummer 1 - überwiegend in Mehrfamilienhäusern - ist der unzureichende Trittschallschutz. Schuld daran ist vor allem der immer ausgeprägtere Hang zum Laminat als Bodenbelag statt zum guten alten Teppichboden. Denn Laminat- und Parkettböden dämmen Schritte und Tritte viel weniger als Teppichbeläge, selbst wenn vorausschauend dämmende Schaumstoffbahnen darunter verlegt werden.

Leider ist in diesem Fall für Mieter nichts zu machen: Wer in einer Altbauwohnung mit Dielenböden wohnt, muss hinnehmen, das nachbarschaftliche Auf- und Abschreiten durch die Wohnung mitzubekommen. Das Gleiche gilt für gelegentliches Kindergetrampel.

Anders ist es, wenn neu gebaut oder ein Altbau modernisiert wird: Bei Umbaumaßnahmen muss die geltende DIN-Norm für Trittschallschutz in jeden Fall eingehalten werden. Gemäß der aktuellen Norm haben Mieter Anspruch auf einen Lärmschutz von 53 Dezibel!

Für Einfamilienhäuser gelten diese Schallschutzregeln allerdings nicht. Bei einem Neubau sollte auf den Einbau von Stahlbetondecken geachtet werden, wenn man Wert auf einen guten Schallschutz zwischen Obergeschoss und Erdgeschoss legt, insbesondere, wenn man mit Kindern einziehen will. Denn schließlich sollen sich die Sprösslinge auch in den eigenen vier Wänden ungestört austoben dürfen…

Wer allerdings nachts wiederholt laute Discomusik auflegt, kann neuerdings mit einer fristlosen Kündigung rechnen! Der Vermieter kann, wenn sich Nachbarn wiederholt über Ruhestörung aus der Mietwohnung beklagen, dem Mieter rechtmäßig und fristlos kündigen, wenn dieser seine nächtlichen Musikgelage auch ohne Abmahnung nicht abstellt.

Quelle: hamburg.de, bild.de
Bild: Shininess (Pixelio) S. Hofschlaeger (Pixelio)

Deutschland - Excite Network Copyright ©1995 - 2017