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Besteht ein Recht auf Untervermietung?

Wenn ein Mietvertrag besteht, dann ist es aus vielen Gründen manchmal sinnvoll, diesen zu halten. In den Zeiten zunehmender Flexibilität im Bereich des Arbeitslebens oder auch aus anderen, vielfältigen privaten Gründen erscheint eine Untervermietung häufig sinnvoll. Doch was ist hier erlaubt? Besteht ein Recht auf Untervermietung? Was ist die gesetzliche Lage?

    Alan Cleaver/ Flickr

Das ist die Gesetzeslage

In einem Urteil aus dem Jahr 2014 bestätigt der Bundesgerichtshof das offizielle Recht auf Untervermietung. Bereits im November 2013 hatte es ein Urteil mit diesem Sachverhalt gegeben. Vermieter dürfen es demnach den Mietern nicht verweigern, einen Dritten als Untermieter mit in die Wohnung zu nehmen.

Der Lebensmittelpunkt in einer Wohnung darf also auch dann behalten werden, wenn zum Beispiel ein Umzug ins Ausland auf Zeit ansteht. Solange ein Zimmer in der Wohnung als Lager oder auch als Möglichkeit für gelegentliche Übernachtungen zur Verfügung steht, ist hier das Recht ganz auf Ihrer Seite. Dieses Urteil wird zum einen mit der vermehrten beruflichen Wechsel begründet, zum anderen auch mit der Unzumutbarkeit der erneuten Wohnungssuche nach Rückkehr in die Heimatstadt.

Wenn der Vermieter Ihnen diese Möglichkeit dennoch verwehrt, können Sie dagegen Klage erheben und sogar auf Schadensersatz klagen. Hierbei spricht der Bundesgerichtshof ein deutliches Urteil zugunsten der Mieter aus und stärkt deren Rechte deutlich. Die Forderungen der Gesellschaft sollen keine Nachteile bringen, wenn es um den Wohnraum, beziehungsweise der Erhaltung dessen, geht.

Besteht also nun ein Recht auf Untervermietung? Wenn ein berechtigtes Interesse besteht, dann dürfen Sie Ihre Wohnung oder Teile Ihrer Wohnung untervermieten. Dieses berechtigte Interesse ist in den meisten beruflichen Fällen eindeutig gegeben.

Die Rechte des Vermieters

Rechtlich gesehen gibt es also keine Zweifel bei der Frage: Habe ich ein Recht auf Untervermietung? Der Mieter hat hier laut Bundesgerichtshof die Möglichkeit dazu. Der Vermieter hat lediglich das Recht auf eine außerordentliche Kündigung bei Untervermietung des gesamten Wohnraums. Doch auch diese ist nicht ohne Weiteres einfach umzusetzen und durchzuführen.

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