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Preisexplosion auf dem Immobilienmarkt Paris

In Großstädten handelt es sich bei Immobilien um ein begehrtes und meist knappes Gut – besonders schlecht sieht es auf dem Immobilienmarkt Paris aus. Die Mieten und Kaufpreise für Wohnungen in Frankreichs Hauptstadt waren nie höher und ein Ende der Preisexplosion ist nicht in Sicht. Statt dessen jagt ein Preisrekord den nächsten.

So sind die Preise für Wohneigentum in Frankreich in den vergangenen zehn Jahren um 110 Prozent gestiegen. In der jüngsten Quartals-Bilanz der Pariser Notkammer heißt es, dass die jährliche Steigerung der Quadratmeterpreise bei 10.6 Prozent liege. Betrachtet man nur den Immobilienmarkt Paris, ohne die umliegenden Gemeinden, liegt die Preissteigerung sogar bei knapp 14 Prozent.

Lagen die Immobilienpreise in Paris noch vor drei Monaten bei 6680 Euro pro Quadratmeter, haben sich die Preise noch weiter erhöht und liegen aktuell bei 7030 Euro für den dominierenden Altbaumarkt. Wer Wohneigentum in Spitzenlagen erwerben will, muss sogar mehr als das Doppelte zahlen. In Berlin liegt das Preisniveau für Wohneigentum in mittleren Wohnlagen noch gut die Hälfte unter dem Pariser.

Als Grund für die Preisexplosion auf dem Immobilienmarkt Paris gilt die steigende Nachfrage nach Wohnraum. Während die französische Regierung noch bis in die 70er Jahre den Wohnungsbau förderte, klafft heute die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage immer weiter auseinander. Und ein Ende der Krise ist nicht in Sicht. Nach Einschätzung von Michel Mouillart, Professor für Wirtschaft an der Universität Paris Nanterre, wird 'es mindestens zehn Jahre dauern', bis die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage geschlossen wird.

Quelle: focus.de, wirtschaft.t-online.de
Bild: Daria (Flickr)

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