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Pappmöbel: Die ökologische Einrichtungsalternative

In Zeiten der Globalisierung, die von jedem eine gewisse Mobilität verlangt, scheint die Idee eines festen, massiven Hausstandes altmodisch zu sein. Vielmehr geht es um die Frage, wie man schnell und praktisch seinen Wohnort ändern kann, ohne ständig einen großen Umzug organisieren zu müssen.

Die Möbelbranche hat auf diese Notwendigkeiten reagiert und setzt vermehrt auf Möbel und Einrichtungsstücke aus Pappe. Ein weiterer wichtiger Nebeneffekt ist die ökologische Nachhaltigkeit, die dieser Trend mit sich bringt – Pappmöbel sind zu 100% recyclefähig.

Bereits Ende der 1960er Jahre hat ein deutscher Möbeldesigner die erste Pappkollektion auf den Markt gebracht, doch erst in den sogenannten 0er Jahren ist auch ein gesteigertes Interesse auf dem Markt zu erkennen. Pappmöbel sind praktisch, da man sie schnell zusammen- und auseinander bauen kann und weil sie durch ihr geringes Gewicht zum Liebling eines jeden Umzugs werden. Darüber hinaus bieten sie den Kunden eine gewisse Individualität, da es keine Massenproduktion gibt. Designer fertigen oftmals Einzelstücke an, die so zu einem Eyecatcher zuhause werden. Wer selber kreativ werden möchte, kann das Pappmöbelstück auch in der Basis-Version kaufen und es selber bemalen, bekleben oder beschriften.

Jedes Möbelstück kann vom Prinzip von seinem Pappäquivalent ersetzt werden, jedoch raten Brachenkenner zu einer Mischung aus Papp- und Massivmöbeln. Obwohl vieles kein Problem ist bei den Pappmöbeln, stellt sich doch nach geraumer Zeit eine gewisse Abnutzung ein und die Möbel werden speckig. Wer sich selber von diesem neuen Trend überzeugen will, der kann nach Bergisch Gladbach fahren – dort findet momentan die Ausstellung 'Einrichten. Leben in Karton' statt.

Quelle: fr-online.de
Bild: HARRY NGUYEN (Flickr)

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