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Nutzer von Gasheizungen müssen mit steigenden Preisen rechnen

Zahlreiche Gaskunden müssen sich in diesem Herbst auf steigende Gaspreise einstellen. Denn wie das Verbraucherportal Toptarif mitteilte, plant etwa jeder zehnte Gasversorger die Preise zu erhöhen. Die jährlichen Mehrkosten durch die Preiserhöhung können bis zu 238 Euro ausmachen.

Bei insgesamt 74 Gasversorgern wird Gas teurer werden. Durchschnittlich beträgt die Preiserhöhung von Gas 8,9 Prozent, was für eine vierköpfige Familie mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas Mehrkosten von 115 Euro bedeutet. Bei der maximal angekündigten Tariferhöhung von 19,2 Prozent betragen die Mehrkosten durch die steigenden Gaspreise sogar bis zu 238 Euro.

Die Kunden der Großversorger E.ON und EnBW bleiben derzeit noch von den steigenden Gaspreisen verschont und auch bei RWE wird es zumindest bis zum Jahresende keine Erhöhung der Gaspreise geben. Die Kunden der Berliner GASAG sowie Verbraucher in Karlsruhe, Ulm, Wiesbaden, Oberhausen, Saarbrücken und Wolfsburg hingegen müssen mit deutlichen Preiserhöhungen rechnen.

Allerdings sind die Gaskunden den steigenden Gaspreisen nicht hilflos ausgeliefert. Da den Verbrauchern bei Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht zusteht, raten Verbraucherschützer bei steigenden Preisen den Wechsel zu einem günstigeren Anbieter zu prüfen. Dadurch lässt sich durchaus sparen, denn bei den steigenden Gaspreisen handelt es sich nicht um eine einheitliche Entwicklung. So berichtet Toptarif, dass immerhin 40 Unternehmen für die kommenden Monate Preissenkungen von bis zu 17,2 Prozent angekündigt haben.

Thorsten Bohg von toptarif.de geht allerdings davon aus, dass mittel- und langfristig mit steigenden Gaspreisen zu rechnen sein wird. Grund dafür sind seiner Ansicht nach anhaltend hohe Preise für Roh- und Heizöl sowie die Erholung der Weltwirtschaft.

Quelle: news.immobilo.de, gas.idealo.de
Bild: Steven Depolo (Flickr)

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