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Notarkosten beim Hauskauf senken

Wer ein Haus kauft, muss im Rahmen des Vertragsschlusses einen Notar in Anspruch nehmen. Dies ist eine gesetzliche Anforderung an einen Immobilienkauf und ist im bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Ansonsten wird der Kaufvertrag nicht rechtskräftig geschlossen. Die Kosten für den Notar richten sich nach der Höhe des Kaufpreises und erreichen dadurch schnell enorme Höhen. Doch es geht auch günstiger! Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Notarkosten beim Hauskauf senken können.

Die gesetzliche Vorschrift, den Vertragsschluss für den Kauf eines Hauses in Anwesenheit eines Notars vorzunehmen, hat ihren Hintergrund in der Rechtssicherheit. Immobilien sind nun einmal ein beschränkt verfügbares Gut, das sehr begehrt ist. Es darf nicht dazu kommen, dass ein Grundstück mehrere Eigentümer hat, die nichts voneinander wissen. Zudem sind die Preise für Häuser so hoch, dass der Gesetzgeber Betrug von vornherein ausschließen will.

Der Grundbucheintrag ist daher an die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags gekoppelt, um eine unabhängige Instanz in diesem Prozess einzubinden. Bestechung soll von vornherein ausgeschlossen werden - nur der Notar ist über jeden Zweifel erhaben. Wer ein Haus kauft, sollte also im eigenen Interesse nicht auf den Notar verzichten. Dieser nimmt als Gebühr ca. 1-2% des Kaufpreises.

Genau hier können die vertragschließenden Parteien aber auch ansetzen, um diese Kosten zu reduzieren. Einigen Sie sich im Vorfeld darauf, in ihrem schriftlichen Vertrag eine geringere Kaufsumme für den Hauskauf zu vereinbaren und zu beurkunden, als beide eigentlich im Sinn haben, so können Sie die Notarkosten beim Hauskauf in entsprechender Höhe senken. Dabei sollte allerdings die beurkundete Kaufsumme nicht in marktfremde Bereiche abgesenkt werden. Ansonsten kann es Ihnen passieren, dass der Notar sich weigert, für Sie in dieser Sache und in Zukunft tätig zu werden.

Wenn dann nach Vertragsschluss die eigentlich verabredete Summe gezahlt wird, wird dieser Formmangel des Vertrages geheilt, und die eigentliche Kaufsumme wird Vertragsbestandteil - ohne, dass eine Nachzahlung an den Notar erforderlich wäre.

In diesem Artikel haben wir beschrieben, wie Sie die Notarkosten beim Hauskauf senken können - und das völlig legal. Beachten Sie jedoch: Es kann neben dem notariell beurkundeten Vertrag keinen anderen Vertrag geben. Dieser würde das Rechtsformerfordernis der notariellen Beurkundung nicht erfüllen und wäre damit nichtig. Der Verkäufer muss also ein ausreichend großes Vertrauen in den Käufer haben - denn im Zweifel und vor Gericht gilt nur die Summe, die im Vertrag steht.

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