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Nicht zu unterschätzen: Erwerbsnebenkosten

Wer ein Haus baut oder kauft, der muss hohe Summen für die Baunebenkosten einkalkulieren. Die sogenannten Erwerbsnebenkosten werden bei der Immobilienfinanzierung oft unterschätzt. Die Erwerbsnebenkosten setzen sich zusammen aus Grunderwerbsteuern, Maklercourtage, Finanzierungskosten, Grundbuch- und Notarkosten. In der Summe belaufen sie sich je nach Bundesland auf bis zu 13,4 Prozent.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit weit vorne, was die Nebenerwerbskosten angeht. In Großbritannien beispielsweise müssen Immobilienkäufer nur 4,6 Prozent Erwerbsnebenkosten bezahlen, und auch in Schweden und Irland liegen die Nebenkosten der Immobilienfinanzierung mit 6,5 beziehungsweise 6,7 Prozent deutlich unter denen in Deutschland.

Seit die Bundesländer Höhe der Grunderwerbssteuer selbst bestimmen können, ist sie in mehreren Bundesländern von 3,5 Prozent auf 4,5 Prozent gestiegen und es ist nicht unwahrscheinlich, dass weiter Bundesländer die Grunderwerbssteuer erhöhen werden. Prinzipiell bezieht sich die Grunderwerbssteuer auf das erworbene Grundstück, doch wer Grundstück und Haus vom selben Anbieter kauft – egal ob gebraucht oder neu – der muss die Grunderwerbssteuer auch für den Wert des Hauses bezahlen.

Um Grundsteuern zu sparen sollte man daher beim Kauf eines Hauses mit Grundstück darauf achten, dass mobile Teile des Hauses aus dem Kaufvertrag herausgerechnet werden. Dazu zählen beispielsweise die Einbauküche oder die Solaranlage. Die Garage oder Gartenhütte hingegen lassen sich nicht so einfach eliminieren.

Die Grundbuch- und Notarkosten, die ebenfalls zu den Nebenkosten der Immobilienfinanzierung gehören richten sich nach dem Gegenstandswert des Vertrages. Im Normalfall liegen sie bei etwa 1,5 Prozent des Kaufpreises nebst Umsatzsteuer, doch je höher der Kaufpreis, desto niedriger wird dieser Prozentsatz. Die Höhe der Maklercourtage und die Finanzierungskosten hingegen bestimmt der Markt. Auf jeden Fall sollten potentielle Eigenheimbesitzer bei der Baufinanzierung die Erwerbsnebenkosten mit einkalkulieren, um nicht hinterher böse Überraschungen zu erleben.

Quelle: n-tv.de, immobilienscout24.de
Bild: Ernst Rose (Pixelio), Kornelia Haslbeck (Flickr)

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