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Neue Werkstoffe für Möbel – Hat Holz bald ausgedient?

Innovationen in der Möbelbranche beziehen sich nicht nur auf Design – auch neue Werkstoffe für Möbel sorgen für innovative Neuerungen. In vielen Fällen bieten die neuen Werkstoffe nicht nur interessante Möglichkeiten bei der Gestaltung und Nutzung von Möbeln, sondern sie schonen auch die natürlichen Ressourcen und sind somit besonders umweltfreundlich.

Zu den neuen Werkstoffen für Möbel gehört beispielsweise Kunststoff. Wie Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie bestätigt, wird Kunststoff 'auch heute noch als Trendmaterial' auf Möbelmessen gezeigt. Allerdings konnte sich der Werkstoff für Möbel im Innenbereich bisher nicht so recht durchsetzen.

Das gleiche gilt für sogenannte Wood Plastic Composites (WPC). 'Das Material gehört zur Gruppe der Biowerkstoffe und besteht aus einem Holzmehlanteil und herkömmlichen Kunststoffen', wie Dietmar Peters von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe erklärt. Dadurch verbindet der neue Werkstoff für Möbel die Vorteile von Holz mit denen des verformbaren, wetterfesten Kunststoffs. Doch auch wenn sich WPC wegen der Witterungsbeständigkeit bei Möbeln im Außenbereich wachsender Beliebtheit erfreut, sind WPC-Möbel in der Inneneinrichtung bisher selten zu sehen.

Ganz anders sieht das bei Leichtbauplatten aus, die Geismann als 'das Material der Zukunft bei Möbeln' bezeichnet. Diese so genannten Sandwich-Platten werden aus dünnen Decklagen und einer dazwischen liegenden Einlage aus kräftigen Papp-Waben hergestellt und ersetzen nach und nach schwere Spanplatten.

Der Vorteil von Möbeln aus Leichtbauplatten besteht darin, dass beim teuren Rohstoff Holz und auch beim Transport schwerer Möbel gespart wird. Martin Stosch, Professor am Labor für Möbelbau der Hochschule Ostwestfalen-Lippe in Lemgo bezeichnet den neuen Werkstoff für Möbel als 'den technologischen Megatrend im Möbelbau'.

Quelle: fr-online.de, wohnung.com
Bild: CFalk, Kurt Michel (Pixelio)

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