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Nest Labs: Google will an Daten aus dem Haushalt

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Seit Jahren trabt Google mit seinen Geräten der Musik hinterher, nun hat der Suchmaschinenriese einen Entwickler im Haus, der schon beim Design des iPods und des ersten IPhones mitgeholfen hat: Tony Fadell gründete anschließend Nest Labs und stellte sehr schicke, aber auch kostspielige Thermostate her, die er aber gut verkaufte.

Nun hat sich Google die Übernahme des Konzerns 3,2 Milliarden Dollar kosten lassen. Und hat damit nicht nur einen geschickten Designer an Bord, sondern noch viel mehr. Denn die Nest-Thermostate erfassen jede Menge Informationen über das, was im Haushalt so vor sich geht. Automatisch speichern sie, wann der Bewohner die Temperatur hoch und herunter regelt.

Und damit nicht genug: Dank Sensoren, die "Temperatur, Aktivität, Luftfeuchtigkeit und Helligkeit" abtasten, weiß Nest Labs sogar bescheid darüber, wann jemand zu Hause ist und wann nicht. Genau so sieht die Vision von Tony Fadell aus: "Jedes Mal, wenn ich einen Fernseher einschalte, liefert das die Information, dass jemand zu Hause ist. Wenn sich die Kühlschranktür öffnet, ist das ein weiterer Sensor, weitere Information." So soll die optimale Temperatur für den Nutzer automatisch gefunden werden.

Und genau diese Informationen kann Google nun auch haben. Und der IT-Riese wird dies sicher nicht für Raumtemperaturen nutzen wollen. Schon geht eine Diskussion über den Datenschutz los. Aber Tony Fadell äußerte sich, wenn auch sehr schwammig, dazu und meinte, dass niemand bei Nest Labs vorhabe, die Datenschutzbestimmungen zu verletzen. Es bleibt trotzdem abzuwarten, was sich aus dieser neuen Kooperation so entwickelt.

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