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Nach dem Unwetter lieber nicht aufräumen

Starker Regen und heftige Gewitter können Dächer abdecken und Keller volllaufen lassen. Damit die Versicherung diese Schäden übernimmt sollten Hausbesitzer diese nicht gleich beseitigen, sondern erst einen Gutachter kommen lassen. Selbst wenn es durch das Dach tropft oder ein Baum die Einfahrt versperrt darf nicht sofort mit Aufräum- oder Reparaturarbeiten begonnen werden. Damit die Bewertung des Schadens durch den Gutachter schnell geht, sollte man sich sofort mit der Versicherung in Verbindung setzen.

Allerdings: Hausbesitzer sind dennoch verpflichtet Folgeschäden so weit wie möglich zu verhindern. In vertretbarem Aufwand müssen Aufräumarbeiten und Reparaturen dann vorgenommen werden, wenn der Schaden sonst noch größer würde. So darf ein abgedecktes Dach mit Planen geschützt oder ein vollgelaufener Keller leer gepumpt und die Möbel zum Trocknen vorgerückt werden. Vorher und unmittelbar nach dem Schaden muss jedoch alles dokumentiert werden: Der Zustand direkt nach dem Unwetter muss fotografiert werden. Bei Wasser im Keller kann auch ein Feuerwehrmann als Zeuge genannt werden. Alle Notfallreparaturen müssen dabei immer mit der Versicherung abgesprochen werden.

Achtung: Normale Hausratsversicherungen decken meist nur Schäden durch Leitungswasser ab. Schäden durch Regen oder Hochwasser müssen extra in den Vertrag mit aufgenommen werden. Experten raten immer und in jedem Fall zur Aufnahme einer so genannten Elementarschadensklausel. Nur Bewohner der von Unwettern stark geplagten ostdeutschen Gebiete, die noch über DDR-Policen verfügen, sind unter Umständen hiervon ausgeschlossen: Sie sind automatisch gegen Schäden durch Regen und über die Ufer tretende Flüsse versichert. Allerdings hier meistens ein Selbstbehalt vorgesehen.

Quelle: n-tv.de

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