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Möbel zur Mode: Wie Modelabels die Möbelbranche erobern

Seit einigen Jahren haben bekannte Modemarken wie Esprit, Zara und H&M die Möbelbranche für sich entdeckt und produzieren Möbel zur Mode. So präsentierten auf der diesjährigen Möbelmesse in Mailand neben Möbelherstellern auch Labels wie Armani, Kenzo oder Missoni ihre Entwürfe.

Die Idee, Möbel zur Mode zu entwerfen, stammt aus dem Bereich der brand extensions, sprich Markenerweiterung. Es gibt kaum noch ein Modelabel, das sich einzig auf das Entwerfen von Kleidung konzentriert. Zuerst wurden zusätzlich Taschen, Brillen und Schuhe produziert, jetzt mischen die Modelabels auch bei der Inneneinrichtung ihrer Kunden mit.

Angesichts der heutigen Schnelllebigkeit verwundert es nicht, dass das Geschäft mit den Möbeln zur Mode äußerst lukrativ ist: die Kommode zum Kleid, der Schrank zum Schuh. Wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid zeigt, schaffen sich 13 Prozent der Befragten schon nach maximal fünf Jahren neue Möbel an, weitere 41 Prozent richten ihr zu Hause nach sechs bis zehn Jahren komplett neu ein.

So finden sich die Trends der Modebranche auch im Möbelsektor wieder. Das amerikanische Unternehmen Esprit beispielsweise hat über einen Lizenzpartner eine Komplettlinie für Deutschland geschaffen, die neben Bettwäsche, Teppichen und Leuchten auch Tapeten, eine Badezimmerausstattung, eine Geschirrlinie, Laminate und Parkette umfasst.

Auch der spanische Modekonzern macht Möbel zur Mode: Seit 2003 mischt Zara Home auf dem Möbelmarkt mit. 2009 zog die schwedische Möbelkette H&M nach, gefolgt von Diesel. Und auch bei Joop Living findet man inzwischen ganze Wohnwelten im Angebot. Die Zielgruppe der verschiedenen Modelabel im Möbelsektor ist stets die gleiche: Junge Besserverdiener, die Möbel mit Kultfaktor suchen.

Quelle: diepresse.com, ksta.de
Bild: Zara Home

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