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Minikraftwerke für Einfamilienhäuser: So wird der Eigenheimbesitzer zum Kraftwerkbetreiber

Bisher gab es Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen nur für größere Immobilien, jetzt kommen immer mehr Minikraftwerke für Einfamilienhäuser auf den Markt. Mit so einem Minikraftwerk im Keller können Eigenheimbesitzer tüchtig Energie sparen, so dass sich die Anschaffungs- und Installationskosten von etwa 17.000 Euro bereits nach wenigen Jahren amortisiert. Außerdem fördert die Bundesregierung im Rahmen des Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetzes die Anschaffung eines Minikraftwerks mit einem Zuschuss von 3.000 Euro.

Die Energietechnik hinter den Minikraftwerken für Einfamilienhäuser sieht folgendermaßen aus: Die Anlagen werden von einem Verbrennungsmotor angetrieben, der mit Rapsöl, Erdgas oder Holzpellets angefeuert wird. Der Verbrennungsmotor seinerseits erzeugt Wärme und über einen angeschlossen Generator zusätzlich Strom. Durch diese doppelte Energieerzeugung sind die Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen höchst effizient. Ein weiterer Vorteil: Durch die stromerzeugenden Heizungen wird nicht nur der Rohstoffverbrauch gesenkt, sondern auch die CO2-Emissionen.

Dabei haben die Minikraftwerke fürs Eigenheim nicht mal die Größe eines Geschirrspülers und finden somit ganz leicht Platz im Keller oder im Hausanschlussraum. All diese Vorteile die die stormerzeugenden Heizungen mitbringen, lassen erwarten, dass immer mehr Eigenheimbesitzer sich eine solche Kraft-Wärme-Kopplungsanalge ins Haus holen.

Dementsprechend wächst auch die Zahl der Anbieter, die Minikraftwerke für Einfamilienhäuser vertreiben. Vaillant beispielsweise bringt zusammen mit dem Autohersteller Honda, ein Minikraftwerk auf den Markt, das mit 1,0 kW elektrischer und 2,8 kW thermischer Leistung genau auf den Bedarf kleinerer Einfamilienhäuser zugeschnitten ist.

Auch der Berliner Energieversorger Gasag will künftig ganz groß in das Geschäft mit den Minikraftwerken für Einfamilienhäuser einsteigen. Ab März 2010 vertreibt man hier ein Gerät des spanischen Herstellers Whispergen, das bis zu 40 Prozent des Bedarfs einer Familie in einem Einfamilienhaus decken soll. Wer mit seinem Minikraftwerk mehr Elektrizität erzeugt, als er selbst braucht, kann diese an den Stromkonzern Vattenfall verkaufen.

Quelle: n-tv.de, wiwo.de
Bild: hAdamsky (Flickr)

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