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Mietrecht: Warmwasser muss immer zur Verfügung stehen

Wenn aus dem Wasserhahn nur kaltes Wasser kommt, können Mieter eine Mietminderung vornehmen. Laut Mietrecht muss Warmwasser in einem Mietshaus 24 Stunden am Tag zur Verfügung stehen und zwar das ganze Jahr über. Wie der Deutsche Mieterbund (DMB) informiert, gehört es zu den Pflichten des Vermieters, über die zentrale Warmwasserversorgung rund um die Uhr ausreichend warmes Wasser zur Verfügung zu stellen. Die Mindesttemperatur liegt dabei zwischen 40 und 50 Grad Celsius.

Liegen die Wassertemperaturen unter 40 Grad Celsius, gilt das als Wohnungsmangel und der Mieter hat laut Mietrecht zu Warmwasser das Recht auf eine Mietminderung. Zwar halten es die Gerichte teilweise für zumutbar, dass der Mieter das Wasser kurze Zeit laufen lassen muss, bevor warmes Wasser aus der Leitung kommt, doch nach einem Urteil des AG Schöneberg (102 C 55/94) muss das Wasser spätestens nach 10 Sekunden bzw. höchstens nach 5 Liter Wasserverbrauch eine Temperatur von 45 Grad erreichen.

Nach dem Urteil zum Thema Mietrecht Warmwasser kann die Miete um 10 % gekürzt werden, wenn man 5 Minuten warten muss, bis das Wasser 40 Grad warm wird. Falls die Wassertemperatur nur 36,5 Grad erreicht, könnte damit allenfalls geputzt werden, zum Baden und Duschen seien diese Temperaturen aber nicht geeignet.

Nach einem Urteil des AG München, ist eine Mietminderung von 15% möglich, wenn der Mieter wegen eines Ausfalls der Warmwasserversorgung nur kalt duschen kann. Müssen erst 70 Liter Wasser aus der Leitung fließen, bis das Wasser 37 Grad Celsius warm ist, darf nach einem Urteil des LG Berlin (Az. 64 S 108/01) die Miete um 5% gekürzt werden, da der hohe Wasserverbrauch für den Mieter unzumutbar ist.

Quelle: mietrecht-information.de, mieterbund.de

 

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