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Mietrecht: Die Schneeräumpflicht ist lästig aber sinnvoll

Die deutschen Winter können noch immer hart und lang sein. Wenn dann auch noch Schnee gefallen ist, kann der Stadtspaziergang oder der notwendige Gang zum Supermarkt zum halsbrecherischen Risiko werden.

Im Jahr 2009 war so ein langer und harter Winter. Im Norden Deutschlands, aber z.B. auch in der Bundeshauptstadt Berlin waren größere Mengen Schnee gefallen. Danach blieb es viele viele Wochen bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, so dass der Schnee nicht wegtauen konnte.

Die Bürgersteige der Hauptstadt waren in vielen Gegenden für Wochen nahezu unbenutzbar. An vielen Stellen konnte man quasi minütlich Passanten stürzen sehen. Was für junge Menschen mit schwerzhafeten blauen Flecken endet, die bald wieder heilen, kann für ältere Menschen schnell zu Knochenbrüchen und weit schlimmeren Verletzungen führen.

Wie kam es zu diesen vielen vereisten Bürgersteigen? Kaum ein Anwohner war seiner Schneeräumpflicht nachgekommen. Dabei sind Anwohner zum Schneeräumen verpflichtet. Vielerorts ist aber nicht geklärt, wer nun zur Schneeschippe greifen muss. Als allererstes ist der Hauseigentümer verpflichtet für die ordentliche Räumung der Bürgersteige Sorge zu tragen. Laut Mietrecht kann er die Schneeräumpflicht aber auf die Mieter abwälzen.

Wenn in Ihrem Mietvertrag festgelegt ist, dass die Hausbewohner für die Räumung zuständig sind, dann müssen Sie im Winter ran. Die Hausverwaltung muss organisieren, wer wann verantwortlich ist, und muss auch entsprechendes Werkzeug zur Verfügung stellen. In vielen Gegenden kann auch ein Räumdienst verpflichtet werden, wobei die Kosten dann auf die Mieter umzulegen sind.

 

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