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Deutschlands Immobilien Mieter zwischen Wohnungsnot und Wohnungsflut

Bei der Wohnungssuche ist Deutschland gespalten: Abhängig von Bezirk und Stadt finden Mieter entweder Wohnungsnot oder Wohnungsflut vor. Diese Situation hat interessante Modelle auf dem Wohnungsmarkt hervorgebracht.

In strukturell schwachen Städten und Regionen oder in Bezirken großer Städte, die unter einem sogenannten Imageproblem leiden, gibt es bei den Mietwohnungen großen Leerstand, so dass Vermieter und Mietgenossenschaften ganz tief in die Trickkiste greifen müssen, um neue Mieter anzulocken. In vielen Städten ist es bereits absolut Usus eine Art Kopfprämie auszusetzen. Das bedeutete, dass derjenige, der sich selber einen Nachmieter sucht oder generell einen neuen Mieter fürs Haus findet, einen gewissen Geldbetrag erhält – das können nicht selten bis zu 250 Euro sein!

Aber auch die neuen Mieter gehen nicht leer aus und so versprechen viele Mietverträge einen Erlass der Miete in den ersten drei Monaten. In Berlin geht man noch einen Schritt weiter: In weniger beliebten Kiezen wie Lichtenberg oder Hohenschönhausen wird dem neuen Bewohnern beim Einzug wahlweise ein Laptop, ein Flachbildschirm oder eine Waschmaschine überreicht.

In anderen Bezirken der Hauptstadt können Wohnungssuchende von solchen Angeboten nur träumen, denn auf eine freie Wohnung kommen meist unzählige Bewerber. Und auch in Metropolen wie Köln oder Hamburg stellt die Situation sich nicht anders dar: Hier muss der interessierte Mieter entweder eine hohe Courtage an den Makler zahlen oder dem Vormieter – als Gegenleistung für die Empfehlung gegenüber dem Vermieter – versprechen, die Wohnung unrenoviert zu übernehmen. Auch hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt!

Quelle: handelsblatt.com
Bild: YFLN (Flickr)

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