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Mietrecht: Kleinreparaturen muss der Mieter tragen

Ist bei Ihnen in der Wohnung mal wieder etwas defekt? Die Türklinken klappern, die Herdplatte ist kaputt, der Duschkopf marode? Achtung: Nicht jede Reparatur ist von Ihrem Vermieter zu begleichen. Das Mietrecht sieht vor, dass Kleinreparaturen von den Mietern zu zahlen sind.

Reparaturen können bis zu einem Rechnungswert von 100,00 Euro komplett dem Mieter in Rechnung gestellt werden. Jährlich ist die Verpflichtung des Mieters diese Kosten zu übernehmen jedoch auf 300,00 Euro beschränkt.

Ob der Mieter für Kleinreparaturen aufkommen muss, muss jedoch im Mietvertrag vermerkt sein. Sollte also in Ihrer Wohnung ein kleiner Schaden entstanden sein, sehen Sie am besten gleich in Ihrem Mietvertrag nach, was dort beschrieben wird. Im Vertrag muss vermerkt sein, auf welche Bereiche sich Ihre Pflicht zur Zahlung bezieht. Beispielsweise, ob auch Reparaturen an Türrahmen und Fensterrahmen vom Mieter zu tragen sind.

Der Mieter hat jedoch nicht die Pflicht, die Kleinreparaturen selbst durchzuführen oder selbst einen Handwerksbetrieb mit der Behebung des Schadens zu beauftragen. Dies obliegt weiterhin dem Vermieter. Wenn man jedoch selbst die Rechnung begleichen muss, sollte man als Mieter die Möglichkeit wahrnehmen, verschiedene Angebote zu vergleichen.

Übrigens: Die Klausel, dass der Mieter die Kleinreparaturen zu übernehmen hat, kann nicht so ausgelegt werden, dass grundsätzlich eine Eigenbeteiligung des Mieters besteht. Beträgt die Handwerkerrechnung für einen aufgetretenen Schaden 110,00 Euro, geht sie komplett an den Vermieter. Berechnet der Handwerker für eine durchgeführte Reparatur jedoch 99,00 Euro, so muss der Vermieter komplett für den Betrag aufkommen.

 

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