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Mietrecht: Wer zahlt die Gartenpflege?

Wohnen Sie in einem Mietshaus mit Garten? Ein Garten ist erst mal etwas Schönes, was sich viele Menschen wünschen. Doch Gärten in Mietshäusern werden oft wenig genutzt. Vielfach sind sie eher als Grünanlagen zu verstehen, die für die Bewohner einen geringen Nutzwert haben. Vielfach sind die Gärten so angelegt, dass sie nicht dazu einladen, sich darin zu entspannen. Zum Grillen, mit Freunden beisammen sitzen oder für Kinder zum Spielen ist meist kein Platz.

Und dennoch: Wenn Ihr Mietvertrag es vorsieht, müssen Sie als Mieter laut Mietrecht die Gartenpflege zahlen. Die Kosten werden im Normalfall über die Nebenkostenabrechung auf alle Bewohner des Hauses umgelegt. Sie sollten jedoch bei der Abrechnung genau prüfen, welche Kosten Ihnen in Rechnung gestellt werden. Denn Sie sind zwar zur Zahlung der Gartenpflege verpflichtet, nicht jedoch für die Anlage des Gartens, die Beschaffung von Gartengeräten und auch nicht für den Erwerb von Pflanzen.

Der Eigentümer, bzw. Vermieter ist für die Finanzierung der Anlage des Gartens zuständig. Dazu gehören sämtliche Kosten für Pflanzen und gärtnerischen Aufwand für die Erstanlage. Dazu gehören auch die Kosten für Ersatzbeschaffungen. Wenn also eine Bepflanzung erneuert werden muss, weil die Sträucher oder Bäume verdorrt sind.

Auf Sie als Mieter sind nur die regelmäßig wiederkehrenden Kosten umlegbar, also z.B. das Mähen von Rasenflächen, das Jäten von Unkraut, das Schneiden von Sträuchern und ähnliche Tätigkeiten.

Wenn in Ihrem Mietvertrag steht, dass Sie als Mieter für die Gartenpflege verantwortlich sind, müssen Sie ebenfalls nur einfache Tätigkeiten erfüllen, wie eben Rasenmähen und Schneiden von Sträuchern.

 

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